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Brauchtumspflege
Datum: 04.02.2026, Kategorien: BDSM
... Wispern. Dann lautem Rufen. „Züchtigt die Dirne. Züchtigt die lüsterne Dirne hart“ Franziska wurde flau im Magen. So hatte sie sich ihre gute Tat gegenüber Lena nicht vorgestellt. Wenn sie doch nur am Morgen noch die Zeit gehabt hätte, sich den 30. Paragraphen dieses Pamphlets auch noch durchzulesen… Nun war es zu spät. Die Krubomer Jungens und alle Umstehenden, inklusive Lena, schienen entschlossen, dieses extreme Ritual hier und jetzt an ihr durchzuführen. Wieder einmal hatte sich Franziska selbst und ohne Not in eine Lage manövriert, aus der es für sie kein Entkommen mehr gab. In der sie die Kontrolle verlor und ihr nichts übrig blieb, als sich hinzugeben und zu erdulden, was käme. Mehrere Männer kamen voller Tatendrang auf sie zu. Gleich würde man sie erneut gnadenlos festhalten, diesmal, um ihr die Kleider vom Leib zu reißen. Ihrer Tücher und Roben entledigen, wie es im Jokovolt-Manuskript umschrieben wurde. In einem Anfall von plötzlichem Mut – oder war es Wahnsinn – entschied sich Franziska, dem durch eigenes Handeln zuvor zu kommen. Bevor eine Hand sie zu fassen bekam, streifte sie blitzschnell ihre offene Jacke ab, ließ sie achtlos zu Boden fallen, nur um sofort den Saum ihres Pullovers zu fassen und mit einem schnellen Ruck hoch und über ihren Kopf zu ziehen. Alle, auch der Wiefke, erstarrten in ihren Bewegungen und schauten Franziska an. Warteten. Franziska blickte in die Runde, während sie aus ihren Schuhen stieg. Oh Gott, was tat sie hier gerade. Öffnete ihre ...
... Jeans. Zog sie langsam, aber nicht zu langsam herunter. Die Menschen, die in ihrem Rücken standen, mussten nun, da sie sich bückte, um aus der Hose zu steigen, einen ersten netten Blick auf ihren Hintern haben. Ob sich von der Züchtigung vorhin wohl schon sichtbare blaue Flecke gebildet hatten? Franziska richtete sich wieder auf. Der Wiefke schien schon wieder zu sabbern. Henning, der zweite Vorsitzende, hatte ein feierliches Gesicht aufgesetzt. Wiebke war nach vorne gesprungen und sammelte fleißig die abgelegten Kleidungsstücke auf, bevor irgendjemand sonst auf die Idee käme, sie als Souvenir mitzunehmen. Vielleicht vereinnahmte sie die Kleider aber auch für eine Sonderausstellung des Inselmuseums, dachte Franziska bei sich. Ein solches Ereignis hatte es auf Krubom schließlich seit den 1920ern nicht mehr gegeben. Franziska schob ihr Unterhemd über den Kopf. Ach ja, nun erstmal die Sneaker Socken. Die Socken waren wie ein Realitäts-Schock. Mit einem Mal stand Franziska barfuß auf der Straße. Spürte den Asphalt unter ihren Fußsohlen. Jetzt erst, mit dem Gefühl der kalten, leicht rauen Straße unter ihren Füßen, realisierte sie so richtig, was sie hier eigentlich tat. Nur in Unterwäsche stand sie barfuß auf einer Straße. Im Dezember. Wenn ihre Mutter sie so jetzt sehen könnte. Oh Gott. Gefühlt 200 Augen musterten sie, standen rings um sie herum, kein Entkommen möglich. Selbst wenn es anders gewesen wäre, es ging hier ja darum, Lena vor dem Zugriff des Jokovolt zu beschützen. Auch ...