1. Brauchtumspflege


    Datum: 04.02.2026, Kategorien: BDSM

    ... kein anderer nur verschwiegen müssen Sie etwas sein verstehen Sie was ich Ihnen sagen will nicht rumtratschen das ist nicht gern gesehen wir hier auf Krubom und überhaupt in ganz Ostfriesland wir reden hier nicht so viel verstehen Sie wir sind eher so Leute der wenigen Worte was auf Krubom passiert bleibt auf Krubom heißt es“. Schließlich musste die Krubomerin wohl doch mal Luft holen, sodass Franziska die Gelegenheit hatte, zu antworten. „Gar kein Problem, Frau Hansen, ich habe selbst auch gar kein Interesse daran, meine Urlaubserlebnisse bei Ihnen auf der Insel großartig weiter zu erzählen.“ Frau Hansen klang erleichtert. „Sehr gut sehr gut dann freue ich mich Sie kennen zu lernen am vierten Dezember Sie werden sich wohl fühlen bei uns wenn ich Sie richtig einschätze die Buchungsbestätigung haben Sie ja schon per E-Mail erhalten im Preis enthalten ist ein leckeres Ostfriesen-Frühstück jeden Morgen und wir haben sicher auch ein Kühlkissen für Sie falls Sie das brauchen Sie verstehen schon was ich meine na klar und beachten Sie auch dass Anfang Dezember die See schon etwas rau sein kann also wenn Sie Probleme mit Seekrankheit haben sollten Sie an Reisemedizin denken bevor Sie auf die Fähre gehen Sie verstehen schon schönen Tag noch Frau Bertram“. Damit legte Frau Hansen auf. Franziska musste breit grinsen. Diese Frau Hansen fiel so überhaupt nicht in das Klischee der wortkargen Ostfriesen.
    
    Drei Monate später. Franziska hatte ihren Rollkoffer aus dem Keller geholt und ...
    ... fing gerade an zu packen. Für drei Tage sollte man eigentlich nicht viel brauchen. Aber an der Nordsee galt: Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Kleidung. Lieber zu viel mitnehmen und es nicht brauchen, als zu wenig und sich dann ärgern. Ihr Telefon klingelte. Wenn das jetzt Michaela, ihre Chefin war, würde sie lieber nicht abnehmen. Bei der Arbeit gab es gerade viel zu tun und heute Morgen war Sven aus ihrem Team kurzfristig ausgefallen. Michaela hatte gemeint, Franziska wär nicht die einzige in der Abteilung gewesen, die die glorreiche Idee gehabt hatte, sich wenige Wochen vor Weihnachten davon zu stehlen. Aber ein Tag, das wäre irgendwie zu verkraften. Nicht, dass Michaela es sich anders überlegt hat. Glücklicherweise war es nicht die Nummer von Michaela. Es war Franziskas Mutter. „Franzi, mein Liebes, ich wollte mich vor deiner Abreise nochmal melden. Hast du schon gepackt?“ Franziska bestätigte, dass sie gerade dabei war. Ihre Mutter verfiel in dieselbe Leier wie schon vor einigen Wochen. „Was willst du eigentlich so mitten im Jahr dort? Sind die Preise in der Hauptsaison denn so viel höher? Ich mein, da ist doch jetzt, um diese Zeit, der Hund verfroren, gar nichts los!“ Franziska hatte genau dasselbe zuvor schon einmal von ihren Eltern gehört – und ebenso von Lena und auch von ihren Nachbarn. Sie war froh darüber, da sich offenbar niemand in ihrem Umfeld die Mühe gemacht hatte, Franziskas Urlaubsdestination so genau zu googeln, dass er oder sie auf den ...
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