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Die Macht der Nacktheit - Wo ist der Satyr?
Datum: 11.02.2026, Kategorien: Voyeurismus / Exhibitionismus
... streichelte synchron, fest. Die Jungen keuchten. Innerhalb von zehn Herzschlägen war es vorbei. Der Lockige kam zuerst – kurze, heiße Stöße über ihre Finger. Der Breite folgte Sekunden später. Elf Fingerbreit beim einen, neun und ein halber beim anderen. Kalliope notierte kühl. Erfreut über den schnellen Erfolg. Enttäuscht über die Leere danach. Kein Kampf. Keine Ausdauer. „Ihr habt eure Pflicht erfüllt“, sagte sie. „Geht zurück an die Arbeit.“ Die Jungen stolperten davon, Gesichter glühend. Kalliope trat aus dem Schatten, warf einen Blick auf ihre Schwestern. Thalia neugierig, Eudora grinsend. Kalliope hob die Schultern: Nützlich, aber nichts Besonderes. Dann ging sie weiter. Es gab noch mehr zu messen. Und sie würde nicht aufhören, bis sie etwas fand, das wirklich beeindruckte. Die drei Schwestern hatten sich in einer schmalen Gasse hinter der Agora getroffen, wo der Lärm der Menge nur gedämpft herüberdrang. Kalliope hielt das Wachstäfelchen in der Hand, auf dem die ersten Zahlen standen – neun, elf, neun-einhalb – und schüttelte leicht den Kopf. „Zu wenig“, sagte sie. „Zu schnell. Zu wenig Ausdauer. Wir brauchen Männer, die länger halten, die wirklich prüfen lassen. Die Hitze der Agora ist gut für den Anfang, aber für Standhaftigkeit…“ Eudora lehnte an der Mauer, fächelte sich mit dem Saum ihres Chitons Luft zu. „Die Badehäuser“, sagte sie sofort. „Dort sind sie nackt, entspannt, ohne Eile. Die Dampfbäder, die Kaltbecken – da können wir sie ...
... beobachten, bevor wir anfassen. Und die Sklaven und Bediensteten wissen alles: Wer kommt regelmäßig, wer prahlt, wer wirklich beeindruckend ist.“ Kalliope nickte langsam. „Klug. Die Badehäuser sind voll mit Athenern, die sich nach dem Markt waschen, mit Spartanern auf Durchreise, sogar mit Händlern aus dem Süden. Wir fragen die Bader und die Sklavenjungen – diskret. Sie sehen alles, jeden Tag.“ „Dann teilen wir uns auf“, entschied Eudora. „Du und ich gehen ins große Bad am Dipylon-Tor. Dort ist die Auswahl am größten. Wir fragen, beobachten, machen eine Liste der vielversprechendsten Kandidaten.“ Thalia stand etwas abseits, das Lineal noch in der Hand, die Wangen immer noch gerötet von ihrer ersten Berührung. Sie hörte zu, nickte, sagte aber nichts. Ihre Augen wanderten bereits wieder zur Agora zurück, zum Trubel, zu den Ständen. „Thalia?“, fragte Kalliope. „Kommst du mit?“ „Ich… schaue mich noch ein bisschen um“, murmelte sie. „Vielleicht finde ich etwas… hier.“ Die älteren Schwestern wechselten einen Blick – halb besorgt, halb amüsiert. Dann zuckten sie die Schultern. „Gut. Aber sei vorsichtig“, sagte Kalliope. „Und notier alles genau. Wir treffen uns bei Sonnenuntergang am Brunnen.“ Eudora zwinkerte. „Und bring uns jemanden mit, der nicht nach drei Sekunden kommt.“ Thalia lächelte schüchtern, drehte sich um und ging zurück in die Menge. Sie sah ihn fast sofort. Er saß auf einem niedrigen Hocker hinter einem Stand mit getrockneten Feigen und ...