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Die Macht der Nacktheit - Wo ist der Satyr?
Datum: 11.02.2026, Kategorien: Voyeurismus / Exhibitionismus
... „Genau. Die Zahlen sind für Vater. Aber das… das war für uns. Diese Macht. Dass sie nicht widerstehen können. Dass sie sich winden, nur weil sie uns sehen dürfen. Ich habe mich noch nie so lebendig gefühlt. So… göttlich.“ Thalia legte eine Hand auf ihren Unterleib, als spürte sie die Erinnerung noch immer. „Bei mir war es ähnlich. Er hat mich angestarrt, als wäre ich die Statue. Als wäre ich das Einzige auf der Welt, was zählt. Und ich habe es genossen. Mehr als den Akt selbst. Mehr als das Kommen.“ Sie schwiegen einen Moment. Das Wasser plätscherte leise. Dann sprach Kalliope weiter, die Stimme nachdenklich. „Der Vater will Maße. Den Größten, Dicksten, Standhaftesten. Aber wir… wir brauchen mehr als das. Wir brauchen Orte, wo wir das ausleben können. Wo wir gesehen werden. Wo unsere Nacktheit wirkt. Wo Männer – oder wer auch immer – uns betrachten und dabei den Verstand verlieren.“ Eudora grinste. „Die Agora ist zu riskant. Zu viele Wachen. Zu viele, die uns erkennen könnten.“ „Die Badehäuser sind verboten“, ergänzte Kalliope. „Aber es gibt andere Orte. Das Dionysos-Fest nächste Woche – da sind die Straßen voll, die Menschen betrunken, die Masken erlauben alles. Wir könnten uns in die Menge mischen, die Chitons fallen lassen, tanzen… und zusehen, wie sie reagieren.“ „Oder die nächtlichen Feste am Hafen“, warf Thalia ein, plötzlich mutiger. „Die Seeleute, die Händler aus aller Welt. Sie feiern bis in die Morgenstunden. Keine Regeln. Keine Scham. Wir ...
... könnten uns auf ein Schiff schleichen, oder einfach am Kai stehen… nackt, im Mondlicht. Und sie würden kommen. Nur um zu schauen.“ Eudora lachte wieder, diesmal lauter. „Oder der kleine Hain hinter dem Tempel der Aphrodite. Dort treffen sich die Kurtisanen mit ihren Liebhabern. Aber nachts ist er leer – oder fast. Wir könnten uns dort hinstellen, uns berühren, uns zeigen… und warten, wer vorbeikommt. Wer stehen bleibt. Wer sich nicht mehr beherrschen kann.“ Kalliope sah ihre Schwestern an – eine nach der anderen. In ihren Augen lag kein Zweifel mehr. Nur Entschlossenheit. Und Lust. „Wir machen beides“, sagte sie schließlich. „Das Fest. Den Hain. Den Hafen. Wo immer es möglich ist. Wir sammeln weiter Maße für Vater – das verspreche ich. Aber daneben… leben wir das aus. Diese Macht. Diese Nacktheit. Dieses Gesehenwerden.“ Thalia nickte langsam. „Und wenn wir den Richtigen finden – den wirklich Standhaften, den Giganten –, dann geben wir ihm alles. Nicht nur eine Messung. Sondern uns. Als Beweis, dass wir die Götter selbst sind.“ Eudora stand auf, streckte sich, ließ den Chiton ein wenig verrutschen – nur für ihre Schwestern. „Dann lasst uns planen. Und lasst uns bald wieder nackt sein. Bald wieder gesehen werden.“ Die Sonne verschwand endgültig. Die Schwestern erhoben sich. Ihre Schatten verschmolzen auf dem Pflaster der Agora – drei Gestalten, die wussten, was sie wollten. Und die Nacht lag vor ihnen, voller Möglichkeiten. Die drei Schwestern hatten in den ...