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Träumen aber richtig
Datum: 11.02.2026, Kategorien: Romantisch
... habe einen Doktortitel und war zu blöd an die einfachsten Sachen zu denken! Ich geh besser in den Keller und schäme mich!" Es war zwar blöd, aber vielleicht sorgte gerade diese missglückte und verrückte Reise für das Knüpfen einer völlig neuen und reinen Freundschaft. Sie verstanden sich somit auch weiterhin ganz hervorragend. Inzwischen traute sie sich auch schon mal was und ließ sich von Klaus mit einem Geschirr absichern um alleine auf das Vorschiff zu gehen und diese Fahr mal aus dieser Perspektive zu genießen. Dass sie diese Fahrt auf das äußerste genoss, konnte jeder direkt erkennen. Im BH und Herren Shorts stand sie da vorne und ließ sich den Wind um die Nase blasen. Sie war glücklich und strahlte, als sie plötzlich rief: "Da treibt irgendwas im Wasser!" Mit ausgestreckter Hand zeigte sie nach rechts vorne und sah ihn aufgeregt an. Klaus nahm sich ein Fernglas und sah sich das mal an. Im nächsten Moment rief er nur: "Komm sofort hierher nach hinten! Schnell!" Erschrocken sah sie ihn an und beeilte sich, wie befohlen, während Klaus überraschend schnell aus dem Wind drehte und alle Segel einrollte. Er startete den Motor und weit schneller, als sie da erwartet hatte, hielt diese tolle Yacht auf dieses Etwas, im Wasser zu. Klaus war jetzt extrem nervös, kaute auf der Unterlippe und war nun voll konzentriert und still. Karin beobachtete ihn nur still und machte sich richtig Sorgen. "Komm her, übernimm bitte das Steuer!" Ach herrjeh, das hatte ihr noch gefehlt, ...
... aber sie war nicht dumm und diskutierte nicht. "Du musst versuchen, uns gut auf Kurs zu halten. Versuch es so gut du kannst. Nutze auch das Gas vor und zurück. Ich versuche das da an Bord zu holen. Lass es uns versuchen!" Karin nickte nur, war leichenblass, trotz eines recht ordentlichen Sonnenbrands und konzentrierte sich. Sie machte das noch nicht mal so schlecht und Klaus bekam das Treibgut beim ersten Versuch, mit dem Bootsharken geschnappt. An der Seite zog er das Ding nach Hinten. Dort öffnete er die Türe, ging auf die Badeplattform und zog das Ding an Bord. Er räumte und kramte, als er schrie: "Karin, komm schnell, du musst mir helfen. Schnell... BITTE!" Karin stoppte den Motor, ließ alles los und nahm Klaus ein nasses Bündel ab, dass sie gemeinsam an Deck ablegten. "Oh mein Gott, Oh mein Gott..." Klaus war voll in Panik und rannte, wie von der Tarantel gestochen ins Boot, holte zwei große Handtücher und ein paar Decken und warf sie und sich neben Karin auf den Boden. Die hatte schon angefangen, dass zu tun, was sie gut konnte. Sie hatten einen rot-weißen-Rettungsring mit einigen verwirrten Seilen daran aufgesammelt. In den Seilen hatte sich ein kleines Mädchen befunden, die kaum noch atmete. Klaus, dieser ach so starke Mann verlor die Nerven und weinte, wie ein kleiner Junge. Das gab es doch jetzt gar nicht, oder? Was machte denn diese süße kleine Maus, hier mitten im Mittelmeer, auf offener See. Jetzt blieb ihm gar nichts anderes übrig, als ihr zuzusehen und sie ...