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Träumen aber richtig
Datum: 11.02.2026, Kategorien: Romantisch
... die hier so mickrige Sirius war recht zügig wieder alleine auf offener See. Er nahm wieder den alten Kurs auf, Autopilot an und ging dann sehr nachdenklich in seine Kabine. Hier empfing ihn eine sehr erschöpft aussehende Karin und eine schlafende kleine Maus. "Frau Doktor, du siehst echt scheiße aus!" Die lächelte schwach und sagte: "Und du bist wie ein kleines Mädchen. Du bist ein Weichei und siehst auch nicht gerade aus, wie das blühende Leben!" Lächelnd und nun doch deutlich entspannter ließen sich die beiden nach hinten fallen und mit dem Mäuschen zwischen sich schliefen sie einfach so ein. Gott sei dank hatten sie ein paar Stunden, bis ein Annäherungsalarm sie weckte. Klaus sammelte sich nur kurz um aufzuwachen und ging dann nach oben. Die Damen schliefen einfach weiter. In der Morgendämmerung waren sie tatsächlich wieder an ihrem Ausgangspunkt angekommen. Klaus freute sich zwar erst, erinnerte sich aber dann an die Worte von diesem Marinearzt. Er nahm sein Funkgerät und funkte erst mal den Hafenmeister an, nachdem er die Segel eingeholt und auf kleine Motorfahrt gegangen war. Wie sich herausstellte, war das eine sehr gute Idee, denn der Hafenmeister sagte klar, er solle draußen warten. Nicht reinkommen. Sie besprachen, dass Karin abgeholt werden würde und er dann weiterfahren sollte. Das hörte Karin gerade, die mit der Kleinen gerade an Deck gekommen war. "Wenn man so zuhause sitz und die Nachrichten hört, denkt man ja immer, dass wir schon mehr als genug ...
... Flüchtlinge aufgenommen haben, oder? Wenn man aber hier draußen ist und das mal live und in Farbe miterleben muss, dann zerreißt einem das Herz. Diese Welt kann so grausam, so scheiße sein!" "Das glaubst du aber. Die schicken dir ein Boot, dass dich abholt. Ich kann nicht in den Hafen fahren, sonst müssen die mich verhaften. Scheiße, das alles!" "Und was hast du jetzt vor?" "Ich weiß es wirklich nicht. Ich werde wohl gleich mal mit einem meiner Freunde telefonieren. Der ist Anwalt und muss mich da mal beraten!" "Soll ich nicht besser bei dir bleiben und dir erst mal mit dem hier helfen?" "Nein, schöne Frau Doktor, Geh zu deinem Mann und kämpfe um dein Leben. Glaub mir, was Besseres kommt selten nach. Möglicherweise musst du auch an dir etwas arbeiten!" "Oh ja, das glaube ich jetzt auch. Das hier war wirklich ein unglaubliches Abenteuer und hat mir doch einiges von der Realität zurück in meine Birne geprügelt. Pass gut auf sie auf. Sie ist eine sehr süße Maus und kann ja nichts dafür!" Sie drückten sich und tauschten noch ihre Visitenkarten aus. Sie wollten unbedingt im Kontakt bleiben. Die Kleine musste ihren Träger wechseln, was ihr überraschend wenig ausmachte. Sie spielte sogar neugierig mit dem Bart von Klaus. Karin rannte schnell unter Deck und zog sich wieder um, dann war auch schon das Boot, mit ihrem Mann da. Die Männer grüßten sich verhalten, der Hafenmeister dafür um so mehr, da war dann Karin auch schon fertig und ging von Bord. Klaus blieb nur, dem anderen Boot ...