1. Träumen aber richtig


    Datum: 11.02.2026, Kategorien: Romantisch

    ... drüben war schon gewaltig. Aber diese Fregatte? Direkt neben ihm? Die sah ja aus, wie eine riesige gewaltige Wand. Schon unglaublich beeindruckend. Es ging ihm sonst eigentlich nicht wirklich viel Vernünftiges durch den Kopf. Er war einfach auch zu müde und erledigt. Es dauerte noch ein bisschen, aber dann kam ein Mann, so um die vierzig zu ihm. Er setzte sich zu ihm und sprach ihn auf englisch an: "Ich denke mal, wir haben die Kleine soweit stabilisiert. Sie sollte es jetzt schaffen können!" "Gott sei Dank. Wer rechnet denn auch schon mit sowas?" "Was haben sie jetzt vor? Was wollen Sie jetzt machen, mit ihr?"
    
    "Oh, dass weiß ich noch gar nicht... Darüber nachzudenken hatte ich noch keine Zeit. Wir haben das Meer abgesucht, nach anderen, vielleicht nach der Mutter. Da war sonst nichts und sie schien ganz alleine da abgetrieben worden zu sein. Was müssen wir denn jetzt machen?" "Wenn sie jetzt auf die italienische Küste zu halten, müssen wir sie verhaften und die Kleine sichern und dann wieder abschieben!" "Was? Im Ernst?" "Oh bitte, so was Beschissenes kommt nicht von uns. Wir hassen diesen Dienst und dieses Leid hier alle. Wir haben sogar Kameraden, die deswegen in psychologische Behandlung mussten. Sie darf nicht nach Italien. Frankreich sieht auch schlecht aus und Spanien ist auch voll. Sie müssen sie eigentlich wieder zurück nach Syrien bringen!" Syrien?" "Ja, Sie hat Syrische Papiere bei ihren Sachen!"
    
    "OK. Was sagen Sie mir, was ich tun soll?" "Einfach ist, sie in ...
    ... Syrien abzusetzen oder abzugeben!" Die beiden Männer tauschten Blicke aus und tranken einen Schluck Kaffee. "Wenn sie ihr eine Chance geben wollen, versuchen sie ihr Glück zuhause, in Deutschland, aber auch da bekommen sie Stress und Ärger, werden aber, soweit ich weiß nicht verhaftet. Ich stelle ihnen eine Bescheinigung aus, dass sie hier abgewiesen wurden und nehme die Daten der Süßen darin auf. So ist sie nicht nur offiziell eine flüchtende, sondern auch eine aus Seenot gerettete. Ich glaube, dass das rechtlich noch mal eine ganz andere Nummer wird. Egal, wie sie sich entscheiden, ich habe ihnen nichts gesagt und darf es auch nicht wissen. Ich schicke ihnen aber die Bescheinigung per Mail nachher zu und würde mich freuen, wenn Sie mir mal schreiben würden, was aus der Maus geworden ist!"
    
    Ja, da sah Urlaub irgendwie ganz anders aus.
    
    Eine sehr schnittige junge Frau kam nun auch in Uniform zu ihnen und sagte ihrem "Chef?" irgendwas auf italienisch. Verlegen lächelte sie Klaus an und wartete auf ihren Chef. "Wir sind hier fertig. Ihre Frau hat einiges hier zur Verfügung. Ein kleines Geschenk an Sie. Es tut uns leid, dass wir uns hier, wie Schweine aus der Affäre ziehen müssen. Wir müssen aber auf unsere Befehle achten. Bitte entschuldigen Sie!" "Glauben Sie mir bitte, wir sind ihnen zu tiefst dankbar und über sie und Ihre Hilfe werden wir sicher kein schlechtes Wort verlieren. Sie waren uns ein echter Segen!" Gegenseitiges Händeschütteln, das Schlauchboot bei winken und ...
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