1. Electric Jeannie


    Datum: 19.02.2026, Kategorien: Fetisch

    ... vielleicht sogar nachpfeifen. Und vielleicht... Vielleicht würde jemand sie ansprechen. Jemand, der sie toll fand.
    
    Oder ich spreche jemanden an, dachte sie. Ihr Herz begann zu rasen, als sie an diese Möglichkeit dachte.
    
    Rasch schlüpfte sie in Jeans und T‑Shirt, zog die Sportschuhe an, schüttete die Schulsachen aus ihrer Tasche und packte einen Apfel und ein Stück des Brots, das sie von Frau Wagner bekommen hatte, als Frühstück ein. Ein Roman aus der Stadtbibliothek folgte, dann lief sie, mehrere Stufen auf einmal nehmend, hinunter auf die Straße.
    
    Sie schlug den Weg nach Süden ein und kam nach zwanzigminütigem Fußmarsch an der Sonnenwiese an. Die Stadt hatte dort fünfzehn Metallliegen aufgestellt, manche einzeln, manche in Zweierpaaren. Ein Ort zum Sonnenbaden war so entstanden.
    
    Eine Handvoll Liegen waren schon belegt.
    
    Aufgeregt wählte Chrissie eine Zweiergruppe aus, die noch komplett frei war. Sie stand am Rand der Wiese, direkt neben einem Gebüsch. Chrissie breitete ihr Handtuch aus, schlüpfte aus Schuhen und Jeans und legte sich rücklings auf die Liege.
    
    Wieder wummerte ihr Herz laut in den Ohren. Noch trug sie das Shirt. Aber es war deutlich zu erkennen, wieviel Körper sie noch der Sonne preisgeben konnte. Chrissie drehte ganz langsam den Kopf ein wenig und hoffte, dass es niemand bemerkte. Aus halb geschlossenen Augen linste sie zu den beiden Jungs, die etwa zehn Meter von ihr entfernt saßen und gerade Getränkedosen öffneten. Das Zischen war deutlich ...
    ... zu hören. Doch die Kerle schenkten ihr keine Aufmerksamkeit.
    
    Chrissies Gedanken kreisten nur noch um eine einzige Sache. Für ein paar Minuten lag sie bewegungslos da, unfähig, zu frühstücken oder gar in ihrem Buch zu lesen. Immer wieder sagte sie sich: ‚Zieh das Shirt aus! Zieh das Shirt aus!'
    
    Und dann tat sie es.
    
    Chrissie richtete den Oberkörper auf und zog das Shirt über den Kopf. Durch die Wellenform der Liege musste sie sich etwas nach vorne beugen, um stabil zu sitzen. Ihre Brüste berührten die Knie. Und diese Berührung, welche sie nie zuvor gespürt hatte, elektrisierte sie total. Als sie nun aus den Augenwinkeln wieder zu den Jungs blickte, sah sie, dass einer seinen Kopf zu ihr gewandt hatte. Und er lächelte.
    
    Er lächelte sie, Chrissie, an!
    
    Schlagartig schoss ihr das Blut ins Gesicht. Ihre Hand zitterte, als sie das Shirt in ihre Tasche schob. Auch sie lächelte leicht, konnte aber den Augenkontakt nur für einen Sekundenbruchteil halten.
    
    Es war viel zu aufregend!
    
    Und dann stand der Junge auf, nahm seinen Rucksack vom Boden und kam auf sie zu.
    
    Chrissie wusste nicht, was sie tun sollte. Sich anziehen und weglaufen? Sich umdrehen und ihn ignorieren? Aufstehen und entgegengehen?
    
    „Hi, ich bin Sören", sagte der junge Mann und blieb einen Schritt vor ihr stehen. „Ich hab dich hier noch nie gesehen."
    
    Chrissie schluckte ein paar Mal. Ihre Stimme versagte. Sie musste mehrmals zu einer Antwort ansetzen und wäre am liebsten vor Schüchternheit im Boden ...
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