1. Eine unerwartete Entscheidung


    Datum: 21.02.2026, Kategorien: Romantisch

    ... dann schloss sie ihre Augen und trat die Reise zu ihrem geliebten Mann an. Zur Beerdigung sah ich meine Eltern nicht, aber zur Eröffnung des Testaments. Und ich musste mich wirklich schämen, denn ihr Benehmen war unter aller Würde. Nur gut, dass Oma alles geregelt hatte und ja eigentlich kaum Etwas zu erben da war. Ihre kleine Lebensversicherung reichte gerade mal für die Deckung der Kosten und der übrig bleibende Betrag machte mich nicht reich. Dass mir das Grundstück mit dem Haus schon gehörte, machte die Auseinandersetzung mit der Familie nicht leichter. Nur gut war, dass die Übertragung keine Schenkung war sondern ein Kauf. Und Oma natürlich mit ihrem Eigentum machen konnte, was sie will.
    
    Vater sah bereits wie der Tod auf Latschen aus und war bestimmt bei dem Notartermin nicht nüchtern. Mutter war aufgeziegelt und sah aus, als ob sie gleich ausgehen wollte und mein Brüderchen war ein Arsch hoch drei. Irgendwie hatte ich den Eindruck, dass er das erhoffte Erbe nötig braucht. Nach der lautstarken Auseinandersetzung mit dem Notar habe ich die Drei nur noch zweimal in meinem Leben gesehen. Dazu aber später.
    
    Nachdem ich alles im Sinne meiner verstorbenen Oma geregelt hatte, widmete ich mich meinem Job und meinem Sport. Bei der Agentur hatte ich mich abgemeldet und war auch nicht mehr bereit ab und zu Aufgaben zu übernehmen. Langsam ging es auch in der Firma aufwärts und ich arbeitete mich im Controlling Stück für Stück hoch. Nur im Privatleben änderte sich nichts. Es ...
    ... war noch immer keine Partnerin in Sicht und für flache kurze Liebeleien war ich nicht zu haben.
    
    So kümmerte ich mich um das Haus, gestaltete es nach meinen Vorstellungen um, unten ein großes Wohnzimmer mit einem neuen Kamin, die Küche, die wir schon zu Lebzeiten der Oma modernisiert hatten, ein Gästezimmer, das später sicher auch als Kinderzimmer genutzt werden kann und ein kleineres Gästebad. Oben richtete ich ein großes Schlafzimmer mit einem schönen großen Bett ein, daneben lag das große Bad, das ich neu fliesen ließ und ein etwas kleineres Gästezimmer. Es dauerte, doch dann fühlte ich mich richtig wohl in meinem Haus.
    
    Schön war auch der neu angelegte pflegeleichte Garten mit der großen Terrasse, die vom Wohnzimmer betreten werden konnte. Nur die große Terrassenüberdachung fehlte noch und sollte erst im nächsten Jahr kommen. Immer eins nach dem Anderen und immer so, dass meine Finanzen nicht darunter litten.
    
    In der Firma ging es langsam aufwärts. Ich glaube, die Chefs erkannten meine Arbeit an und mit Zahlen beschäftigte ich mich gerne. Und so wurden mir immer mehr wichtigere Controlling Aufgaben übertragen. Zwar war ich manchmal der Meinung, dass auch meine beiden Kollegen ein wenig mehr leisten könnten, aber ich bin ja nicht der Chef und außerdem hielt da noch eine Person ihre Hand über diese.
    
    Bei einer Firmenfeier mit gutem Grillen und ausgesuchten Getränken sah ich meine beiden "Mitstreiter" sehr intensiv mit der für uns zuständigen Abteilungsleiterin flirten ...