1. So schnell kann es gehen..


    Datum: 04.03.2026, Kategorien: Ehebruch

    ... mir wurde jetzt endgültig klar, dass da ein Riss entstanden war in unserer Beziehung, den ich, den wir nicht so ohne weiteres würden reparieren können.
    
    Tobias hatte dann ein längeres Gespräch mit seinem Vater. Danach kam er und sagte zu mir, ich solle mit den Kindern schon mal vorausfahren, er käme später nach. Bitte, lass uns reden, flüsterte ich ihm zu. Und dann seine Antwort. Hart und kompromisslos sprach er von Scheidung, Verkauf des Hauses und Sorgerecht für die Kinder. Mir blieb das Herz stehen.
    
    Aber ich liebe nur dich und nein, ich will keine Scheidung, keine Trennung von dir, stammelte ich. Er blickte mich nur an und sagte nichts weiter.
    
    Tobias
    
    Nachdem Eva mit den Kindern vorausgefahren war, suchten meine Eltern nochmals vorsichtig das Gespräch mit mir. Wären die Kinder nicht, wäre es einfach. Aber die, und da gab ich meinem Vater recht, durften nicht darunter leiden. Die Lösung, die mir im Kopf vorschwebte, war nicht einfach, aber für mich, anstatt einer sofortigen Trennung, der einzig verbleibende, gangbare Weg.
    
    Als ich am frühen Abend nach "Hause" kam, was immer das jetzt noch für eine Bedeutung hatte, saß Eva leise weinend in der Küche. Wir brachten zunächst die Kinder ins Bett und saßen uns dann gegenüber. Es wurde eines der schwersten Gespräche meines Lebens, aber es musste sein.
    
    Eva, sagte ich, ich werde mit dir jetzt nicht über deine Beweggründe sprechen, die dazu geführt haben, dass du am zweiten Tag unseres Urlaubes dich von irgendeinem ...
    ... anderen Schwanz hast ficken lassen. Es ist geschehen und fertig.
    
    Ob ich dir das jemals verzeihen kann und werde, kann ich dir jetzt noch nicht sagen. Eigentlich wäre eine Scheidung die logische Folge. Jedoch nach einem langen Gespräch mit meinen Eltern mache ich dir folgenden Vorschlag.
    
    Wir werden uns der Kinder wegen nicht scheiden lassen. Zumindest so lange nicht, bis sie alt genug sind, zu verstehen, dass man sich auch trennen kann. Jedoch werden wir auch nicht mehr zusammenleben wie bisher. Ich werde mich in eine Filiale versetzen lassen und mir dort eine eigene Wohnung nehmen. An den Wochenenden werde ich hier sein. Wegen der Kinder, nicht wegen dir. Ich werde an diesen Tagen im Gästezimmer schlafen und möchte mit dir weitestgehend nichts mehr zu tun haben.
    
    Nach außen und insbesondere für die Kinder werden wir weiterhin eine intakte Familie sein. Das sollte es unseren Kindern ermöglichen, ihre Kindheit ohne seelische Probleme zu überstehen.
    
    Ich denke, du solltest dich zunächst auch vielleicht mit deinen Eltern darüber unterhalten, bevor du zustimmst oder ablehnst. Das Ganze wird für mich und dich natürlich nicht einfach sein und gravierende Folgen haben. Du kannst im Grunde dein Leben so führen, wie du es möchtest. Und wie du es führen willst, habe ich ja erleben dürfen.
    
    Es interessiert mich nicht mehr, mit wem du rummachst und von wem du dich vögeln lässt. Ich bitte dich nur, deine Stecher nicht hier in unserem Haus zu empfangen. Und nur zur Kenntnis, ich ...
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