1. So schnell kann es gehen..


    Datum: 04.03.2026, Kategorien: Ehebruch

    ... willst mich auch. Und du weißt, dass ich dich in den Himmel ficken werde.
    
    Als der Tanz zu Ende war, drehte ich mich um und sah, wie mein Mann am Rande der Fläche stand und zu uns hinübersah. Sein Gesicht war eine starre Maske, völlig ausdruckslose Augen. Ich ging auf ihn zu, lächelnd, als wenn nichts geschehen wäre. In meinem Kopf rasten die Gedanken. Gott, Eva, bist du bescheuert? Hatte er sehen können, wie ich mich an Walter gepresst hatte, mich ihm quasi angeboten hatte?
    
    Noch bevor ich ganz bei ihm war, drehte Tobias sich wie als Bestätigung um und ging, ohne mich noch eines Blickes zu würdigen, zum Ausgang.
    
    Tobias
    
    Ich hatte für uns etwas zu trinken geholt. Das dauerte eine Weile. Als ich zurückkam, sah ich sie mit Walter auf der Tanzfläche. Eng, da passte kein Blatt Papier dazwischen. Das war kein Tanz, das war ein Fick in Kleidern. Ich stand nur da, völlig konsterniert, regungslos. Dann war der Tanz zu Ende und sie drehte sich zu mir um.
    
    Sie kam auf mich zu, lächelte, schaute mir in die Augen. Irgendwas in meinen Augen ließ ihr Lächeln jedoch sehr schnell einfrieren. Walter kam hinter ihr. Mein Gesichtsausdruck wischte sein selbstgefälliges Grinsen aus seinem Gesicht. Ich drehte mich einfach um und ging. Wäre ich geblieben, hätte ich ihm direkt eine gescheuert und es hätte richtig Ärger gegeben.
    
    Eva
    
    Tobias, warte doch, ich komme mit, rief ich ihm hinterher.
    
    Draußen holte ich ihn ein und zwang ihn stehenzubleiben. Es war doch nichts, versuchte ...
    ... ich ihm deutlich zu machen. Nur ein bisschen tanzen, flirten, mein Gott, ein bisschen Spaß.
    
    Er schaute mich an, war ganz ruhig. Jetzt weiß ich auch, was dich vorhin unter der Dusche so geil gemacht hat, meinte er. Du hast zwar mit mir, aber in Gedanken mit ihm gefickt. Und das, was ich grade auf der Tanzfläche beobachten konnte, reicht mir. Und jetzt lass uns bitte gehen
    
    Ich musste schlucken. Diese Art Ansage kannte ich von ihm gar nicht. Da war nichts sanftes mehr an ihm. Sein Blick eisig. Natürlich hatte er recht, aber trotzdem wurde ich sauer und schaltete auf stur. Nein, raunzte ich ihn an, ich möchte heute noch Spaß haben, mich amüsieren. Am liebsten mit dir. Aber wenn du nicht willst, dann auch ohne dich. In dem Moment, als ich es sagte, wusste ich, das war ein Fehler. Aber es war zu spät.
    
    Ja, sagte er, Walter wird sich schon um dich kümmern. Wenn du ihn willst, Eva, dann kann ich es eh nicht verhindern, aber verlang bitte nicht, dass ich es auch noch in Ordnung finde und womöglich noch dabeibleibe. Aber lass dir ganz klar eins sagen, ich teile nicht. Merk dir das.
    
    Er schüttelte nur den Kopf, schaute mich mit traurigen Augen an und ließ mich einfach stehen. Erst wollte ich ihm hinterher, aber dann, nein, dann eben nicht, dachte ich mir und ging zurück zu den anderen.
    
    Viel später erst wurde mir klar, dass dies der Moment war, an dem ich alles noch hätte stoppen können. Aber in diesem Augenblick dachte ich, sollte er doch ruhig ein bisschen eifersüchtig ...
«12...567...15»