1. Frau aus Glas Teil 07 und 08


    Datum: 12.03.2026, Kategorien: Lesben Sex

    ... öffnete die Augen, sah zu Kressmer. Die saß da wie ein offener Akt.
    
    Unbeeindruckt. Oder absichtlich so.
    
    „Gerne. Ja, bitte." Die Stewardess reichte mir die Decke.
    
    Ich warf sie elegant in Kressmers Richtung.
    
    „Ich möchte nicht, dass Sie sich erkälten, Frau Kressmer. Blasenentzündungen sind unangenehm. Und wir haben ein volles Programm."
    
    Ich sah, wie ihre Mundwinkel zuckten. Sie schlug die Beine übereinander.
    
    Zumindest jetzt -- bedeckt.
    
    Ich lehnte mich zurück. Der Umschlag mit Mareikes Gedicht lag auf meinem Schoß.
    
    Meine Finger ruhten darauf.
    
    Und ich wusste: Es gibt Dinge, die wärmer sind als jede Decke.
    
    Zürcih
    
    Der Vortrag war zu Ende. Der Applaus war höflich, nicht euphorisch, aber solide -- wie es sein sollte. Ich hatte meine Botschaft vermittelt, ruhig, klar, fokussiert.
    
    Ich trat zur Seite, nahm ein Glas Wasser, wischte mir die Innenflächen der Finger trocken.
    
    Die Moderatorin sprach mit einem Kollegen. Ein Kamerateam verstaute Ausrüstung.
    
    Ich atmete einmal tief ein.
    
    Und dann stand er da. Hans.
    
    Mein Magen verkrampfte sich augenblicklich. Die Luft schien plötzlich schwerer.
    
    Ich hatte das Gefühl, gleich zu kotzen.
    
    „Haaallo Liebes", flötete er, seine Stimme süßlich wie vergorene Sahne.
    
    Hallo, Arschloch. Ich sagte es nicht laut. Noch nicht.
    
    „Ach, sei doch nicht so streng", sagte er, als hätte ich ihn liebevoll begrüßt.
    
    „Was willst du hier?", fragte ich scharf.
    
    „Ich bin auch gerade in Zürich. Dachte, ein nettes ...
    ... Abendessen... zu zweit."
    
    Ich sah mich hilfesuchend um. Niemand kam. Keiner unterbrach. Kein Gast rettete mich mit einem Gespräch.
    
    Ich sagte nur: „Nein." Und drehte mich um, um zu gehen.
    
    Er packte mich am Arm.
    
    Ich hielt inne. Atmete durch die Nase. Langsam.
    
    Dann sah ich ihn an. Kalt. Unverrückbar.
    
    „Siehst du meine Schuhe?", fragte ich leise. „Die Schuhspitze? 570 Euro das Paar."
    
    Er runzelte die Stirn. „Wenn du mich nicht augenblicklich loslässt, werde ich dir mit einem gezielten Tritt deine kleinen, erbärmlichen Eier zermalmen. In spitzem italienischem Design."
    
    Er ließ los. Langsam. Schweigend.
    
    Ich drehte mich um und ging. Nicht schnell. Nicht hektisch. Aber jeder Schritt war ein Schlag in seinem Gesicht.
    
    Arschloch, dachte ich noch einmal. Nicht zum ersten Mal. Nicht zum letzten.
    
    Ich fand den Veranstalter, verabschiedete mich höflich, mit ruhiger Stimme.
    
    „Kopfschmerzen", sagte ich. „Es tut mir leid."
    
    Er nickte mitfühlend.
    
    Der Fahrer stand bereit. Ich ließ mich wortlos ins Ritz fahren. Im Fahrstuhl starrte ich auf mein Spiegelbild. Dann kamen die Tränen. Leise. Langsam. Doch ich konnte sie nicht mehr stoppen.
    
    Ich schloss die Suite auf. Der Teppich dämpfte meine Schritte. Ich warf meine Tasche auf das Sofa, trat zur Minibar.
    
    Ich öffnete sie, griff nach der ersten Flasche, die nach Alkohol aussah. Whiskey.
    
    Oder irgendwas Starkes.
    
    Ich schenkte mir ein volles Glas ein. Vierfach? Vielleicht fünf. Egal.
    
    Ich setzte mich auf die Couch. ...