1. Jolanta Ein nasser Unfall endet heiß


    Datum: 12.03.2026, Kategorien: Kunst,

    Wir hatten uns seit über drei Jahren nicht mehr gesehen. Nach dem Abschluss ihrer Berufsausbildung in meiner Abteilung war Jolanta der Liebe wegen weit weggezogen und der Kontakt war mit der Zeit eingeschlafen – trotz des Schwurs, in Verbindung zu bleiben. Sie war damals so etwas wie eine beste Freundin für mich. Obwohl sie fast fünf Jahre jünger ist als ich, hatten wir so manche Party miteinander gerockt und die Clubs der Stadt unsicher gemacht oder einfach nur zusammen gelacht oder geweint. Aber wie das nun einmal so ist: aus den Augen, aus dem Sinn.
    
    Doch als sie mich überraschend anrief, lud ich sie spontan dazu ein, mich gleich am Samstag zu besuchen, um mal wieder, wie in alten Zeiten, zu zweit auszugehen.
    
    Es war unglaublich, wie viel wir uns zu erzählen hatten. Der Abend in unserer damaligen Stammkneipe verging wie im Flug. Nachdem wir mitten in der Nacht leicht beschwipst wieder in meiner Etagenwohnung angekommen waren, teilten wir uns sogleich den Rest aus der Sektflasche, die wir bereits zur Begrüßung am Nachmittag geköpft hatten. Und noch immer quatschten und quatschten wir.
    
    Da ich Lust auf eine Zigarette verspürte, aber keine zu gequalmte Wohnung mag, neigte ich meinen Kopf in Richtung der Balkontür:
    
    „Eine rauchen?“ Jolanta nickte und erhob sich gleichzeitig vom Sofa.
    
    Schon standen wir rauchend in der kühlen Nachtluft nebeneinander an der Brüstung und schauten gedankenversunken über die Stadt.
    
    „Hach Ina“, seufzte meine Freundin, „großartig, dass ...
    ... wir uns endlich mal wieder getroffen haben.“ Sie streichelte mir den Rücken hinauf und ließ schließlich ihre Hand auf meiner Schulter liegen, wobei sie sich seitlich an mich schmiegte. Ich erwiderte ihre Annäherung, indem ich meinen Arm um ihre Taille legte.
    
    „Ja, das werden wir unbedingt wieder öfter machen.“ Da ich bemerkte, dass sie sehr unruhig war, fragte ich nach:
    
    „Musst du auch schon wieder?“
    
    „Ja, sogar ziemlich. Und nur in Socken auf dem kalten Boden ist dabei auch nicht gerade hilfreich … Aber bis wir zu Ende geraucht haben, halte ich es noch aus.“
    
    Ich weiß nicht wieso, doch die Tatsache, dass die junge Frau in meinem Arm so dringend musste, ließ die Fantasie mit mir durchgehen. Obwohl ich eigentlich auf Männer stehe, machte mich der Gedanke an, sie würde es hier und jetzt, so wie ich es selbst manchmal zu meinem Vergnügen mache, einfach in die Hose laufen lassen. Überhaupt hatte ich mich bereits mehrmals an diesem Abend dabei ertappt, ihren knackigen Po in der knallengen Bluejeans als äußerst sexy befunden zu haben. Jolanta ist zwar lesbisch, doch bislang hatten wir nie mehr als Freundschaft füreinander empfunden. In diesem Moment törnte sie mich allerdings ungemein an. Ohne es bewusst zu steuern, zog ich sie noch enger an mich heran, worauf sie ihren Kopf gegen meinen lehnte und begann, mir mit ihrer Hand zunächst die Schulter und dann, schon beinah zärtlich, den Nacken zu kraulen.
    
    Zum ersten Mal seit unserem Zusammentreffen schwiegen wir. Was sie wohl ...
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