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Verlassen und Wiederfinden
Datum: 15.03.2026, Kategorien: Romantisch
... du hin gehörst. Hier will ich dich haben." Ich hatte keine Einwände. Nach etwas mehr als einer Stunde waren wir wieder unten bei ihrer Mutter. Sie sah ihre Tochter an und fragte, ob es so anstrengend war, mich zu erziehen. "Ja, Mama, das auch, aber auch so schön und so erfüllend." Beide Frauen lachten. Beim abendlichen Zusammensein erfuhr ich zu mindestens ein weiteres Geheimnis aus Janetts Leben. Ihre Eltern hatten sich vor schon langer Zeit getrennt. In aller Ruhe und im gegenseitigen Einvernehmen getrennt. Ihr Vater hat immer für sie und ihre Mutter gesorgt, obwohl es ihre Mutter nicht nötig hat. Sie hat mehr als gut geerbt und kann davon gut leben. Aber auch heute noch sorgt ihr Vater für sie und seinen Enkel. Die Verbindung ist nie abgerissen. Was mir nicht auffiel, ist, dass sie nie den Namen ihres Vaters nannten. Erst, als wir nachdem wir noch mal nach Julius sahen und uns für die Nacht fertig machten, fragte sie mich, ob ich nicht wissen will, wer ihr Vater ist. "Janett, ich liebe dich und da ist es mir eigentlich egal, wie dein Vater heißt. Er scheint ein anständiger Kerl zu sein und sich auch jetzt noch um euch zu kümmern. Du wirst ihn mir schon irgendwann vorstellen. So und jetzt Schluss mit der Diskussion. Ich will meine kleine Geliebte und dann muss ich mich erholen." Wir liebten uns in dieser Nacht nur noch einmal und das in der zwar einfallslosen Missionarsstellung und doch mit einem verliebten Blick in die Augen des Anderen und mit ...
... vielen heißen Küssen. Morgens wurden wir von Julius geweckt, der zunächst etwas schüchtern war, den Kerl im Bett seiner Mutter skeptisch ansah, dann aber auftaute und zu einer Toberei ins Bett kam. Janett flüchtete und ging schon mal ins Bad. Julius folgte auf Ansage. Als ich nach unten kam, warteten sie auf mich mit dem Frühstück. So ganz nebenbei wurde mir mitgeteilt, dass wir am Freitag von ihrem Vater zum Abendessen eingeladen sind und wir deshalb noch für mich einkaufen müssen. Oder besitze ich einen Smoking. Nein, sowas habe ich nicht. Ob ein normaler Anzug nicht reicht? "Nein, Nils, es wird Smoking erwartet. Und wir Frauen werden auch unser kleines Schwarzes tragen. Nicht wahr, Mama?" "Na ja, nicht mehr so klein, aber so ähnlich." Schon am Nachmittag ging es zum Einkaufen in die Innenstadt. Ich muss ganz ehrlich sein, ich überließ es Janett. Es war noch nie mein größter Wunsch, einzukaufen. Janett war aber auch sehr schnell, zielgerichtet und ich war blitzschnell zu mindestens für dieses Treffen eingekleidet. Eigentlich brachte das Einkaufen mit Janett richtig Spaß, denn sie ließ es sich nicht nehmen, ihre Besitzansprüche sehr deutlich zum Ausdruck zu bringen. Küsschen dort, Küsschen hier und immer eng untergeharkt. Zum Abschluss noch in einen Friseursalon und für Freitag einen Termin gemacht. Dann in ein Kaffeehaus und einen Kaffee und ein Stückchen Kuchen genossen. Nein, keine Sachertorte, etwas fruchtiges. Es schien ein Treffpunkt für Freunde und Bekannte ...