1. Johanna Morgenthau und die Suche nach dem Zimteis Kapitel 6


    Datum: 18.03.2026, Kategorien: BDSM

    ... dich selbst kennenzulernen.“
    
    „Was soll das jetzt heißen?“
    
    Michael erklärt nichts, sagt nur: „Komm mit.“
    
    Er bringt sie zum Keller der Villa.
    
    „Gehen wir wieder in das Römische Bad?“, fragt Johanna.
    
    „So viele Fragen. Nein, dieses Mal nicht. Es gibt noch einen tieferen Ort. Das Bad wurde über einer natürlichen Höhle gebaut, unter der Villa.“
    
    Johanna meint schelmisch: „Oh mein Gott, du hast deine eigene Batcave? Wie geil ist das denn? Machen wir eine Spritztour mit dem Batmobil?“
    
    Sie rüttelt an seinem Arm: „Bitte, bitte, lass uns das Batmobil fahren.“
    
    Er grinst.
    
    Sie passieren den Eingang zum antiken Bad. Er weist Johanna an, ihre Kleidung hier zu lassen. Als sie sich fertig ausgezogen hat, nimmt er eine alte Laterne aus einem kleinen Schränkchen, macht sie an und gibt sie Johanna. Dann schließt er eine schwere Feuerschutztür auf.
    
    „Ab hier musst du dich alleine in die <i>
    
    Batcave
    
    </i> vorwagen. Das ist etwas, das kannst du nur mit dir alleine abmachen.“
    
    Er schiebt Johanna Richtung Tür, sie drückt dagegen.
    
    „Halt, nein, warte, Moment mal. Was erwartet mich denn da? Was soll ich tun?“
    
    „Darum geht es – herauszufinden, was du tun wirst. Jetzt geh!“
    
    Er schiebt Johanna durch die Tür und schließt sie hinter ihr ab. Na großartig, denkt sich Johanna, das ist überhaupt nicht gruselig. Ich sollte hier dringend ein Savegame anlegen. Alleine auf dieser Treppe kann man ja tödlich ausrutschen. Und unten warten dann irgendwelche chthonischen Wesen ...
    ... auf mich, und ich habe keine Schokoriegel für sie dabei.
    
    Sie geht weiter die Treppe hinab. Es ist eine natürliche Höhle, die mit Steinwänden künstlich ergänzt und begradigt wurde. Die Treppenstufen sind teils aus dem Fels gehauen, teils aus großen Steinblöcken gelegt. Die Bauart erinnert sie an nichts was sie kennt, die riesigen Steinblöcke passen perfekt zusammen, die Fugen sind rasiermesserdünn und ohne jeden Mörtel. Vorsichtig geht sie die leicht feuchte Treppe hinunter.
    
    Die Treppe führt sie tief unter die Erde, viel tiefer als sie es für möglich gehalten hätte. Alles riecht nach Moos. Unten angekommen offenbart das Licht der Laterne eine große Tropfsteinhöhle. Neben dem Fuß der Treppe gibt es einen unterirdischen See. Das Licht der Laterne ist nicht stark genug, den Grund zu erleuchten und so liegt das Wasser nachtschwarz da.
    
    Der größte Teil der Höhle ist naturbelassen, aber ein Teil nahe der Treppe ist künstlich angelegt. Der Boden ist eben und aus den selben großen Steinblöcken geformt. Darüber gibt es eine von Säulen getragene Kuppel. Vermutlich zeigte sie einst ein Relief oder ein Mosaik, aber nur noch wenige Fragmente davon sind erhalten. In der Mitte des Bodens gibt es einen großen behauenen Basaltblock, dessen unteres Ende im Boden versinkt. Seine Seiten sind voll mit Reliefs irgendwelcher nichtmenschlichen kopulierenden Kreaturen.
    
    Johanna stellt die Laterne ab. Das Licht ist nicht allzu stark und die Höhle um sie verliert sich im Dunkeln. Sie setzt sich ...
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