1. Johanna Morgenthau und die Suche nach dem Zimteis Kapitel 6


    Datum: 18.03.2026, Kategorien: BDSM

    ... sie an, völlig berauscht von ihrem Saft: „Du hast gewonnen. Ich unterwerfe mich dir. Ich bitte Ergebens darum, ein Teil von dir sein zu dürfen.“
    
    Sie spricht mit fester Stimme, und Johanna weiß dass sie es ehrlich und aufrichtig meint. Sie umarmt die andere Johanna und küsst sie auf den Mund. Diese wird zu Rauch und Johanna atmet sie ein. Nicht durch den Mund sondern durch ihre Vagina, sie saugt den Rauch in ihre Lusthöhle ein. Sie spürt sie in sich, spürt wie sie ein Teil von ihr wird, sich in ihrem Körper ausbreitet.
    
    Sie liegt noch eine Weile auf dem alten Altar bis sie sich schließlich überglücklich aufrafft und die Stufen emporsteigt.
    
    Oben empfängt sie Michael. Sie schmiegt sich in seine Arme, er hält sie lange fest. Ein paar Tränen rollen über ihr Gesicht.
    
    „Jetzt macht alles Sinn. Wir haben uns zusammengerauft.“
    
    Sanft streicht Michael ihr über die Haare. Er trägt sie in den Wintergarten, wo sie sich in den Pool legt und die Sonne genießt. Spätabends macht sie sich auf zu Michaels Zimmer. Sie hat sich seit der Höhle nicht mehr angezogen, geht nackt durchs Haus.
    
    Sie schleicht hinein, kriecht unter seine Decke und schmiegt sich an ihn. Er zieht sie zu sich und küsst sie sanft und innig und lange. Dann legt sie ihren Kopf auf seinen Oberkörper.
    
    „Wusstest du die ganze Zeit, was ich bin, wer da in mir ist?“
    
    „Mehr oder weniger. Die Details sind ganz am Anfang nicht immer so klar.“
    
    „Am Anfang? Du hast es schon im Nachtsplitter gesehen, an dem Abend, wo ...
    ... die Bellegardes da waren, richtig?“
    
    „Ja, es war direkt offensichtlich. Du sahst verloren aus, konntest dein selbst nicht finden, bis durch die Nacht geirrt.“
    
    Sie gibt ihm noch einen Kuss. „Danke, dass du mich gefunden hast. Und du? Du bist nicht wie ich, du bist etwas anderes, ja?“
    
    „Ja.“
    
    „Und was?“
    
    „Du wirst lernen, es selbst zu sehen. Das ist viel wertvoller als wenn ich dir jetzt einen Vortrag halte.“
    
    „Och menno! Sind wir selten?“
    
    „Fragen über Fragen. Aber das ist wohl unvermeidlich. Ja, wir sind selten.“
    
    Johanna hat noch tausend Fragen, aber es war okay so. Die Fragen in ihrem Kopf sind nicht mehr quälend oder drängend, sie warten geduldig, ziehen sich eine Nummer und setzen sich. Zufrieden schläft sie auf Michaels Brust ein.
    
    Als sie am nächsten morgen aufwacht, hat sie im Halbschlaf einen stillen Dialog mit der anderen Johanna. Sie wollen ausprobieren, was sie mit ihrer neuen Kraft alles tun können. Johanna weiß sofort, was ihre erste Mission sein wird.
    
    Es ist spät in der Nacht. Johanna schleicht sich durch den Hausflur des heruntergekommenen Mietshauses. Sie ist nackt, aber niemand sieht sie. Sie verschmilzt mit den Schatten; es ist als würde ihr Körper zu flüssiger Dunkelheit werden.
    
    Ein hungriger Schemen, der das Treppenhaus hinauffließt.
    
    Hier: 4B. Sie fließt einfach so unter der Tür hindurch. Sie hatte nicht einmal geahnt, dass so etwas möglich ist; aber nun ist sie in der Wohnung. Trotzdem ist sie noch nicht absolut sicher dass sie ...
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