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Ein Schicksal auf Rädern 12
Datum: 26.03.2026, Kategorien: Widerwillen/Nichteinwilligung,
Kapitel 12 -- Back to the roots Tom rieb sich die noch roten Handgelenke, die gestern von den Stricken gezeichnet waren, mit denen Clay ihn an die Scheunentür gefesselt hatte. Währenddessen hatte Valentina mit Clay und Boone ihren Spaß gehabt. Jetzt saß er steif neben Friedrich auf dem Kutschbock, die Mittagssonne brannte auf seinen Nacken, und sie waren gerade dabei, loszufahren. "Freust du dich schon, mein Freund?", flüsterte er, seine Augen funkelten vor ungeduldiger Vorfreude. Tom spürte einen Kloß im Hals. Ein wirres Gemisch aus Eifersucht, Pflichtgefühl gegenüber seinem Freund, sie bei ihren Schulden zu unterstützen und dumpfer Angst bewegte sich in ihm. Er wusste nicht, was er fühlen sollte, geschweige denn, was er wirklich empfand. Schließlich nickte er nur knapp, ein verkniffenes, höfliches Nicken, das nichts von seinem inneren Aufruhr verriet. Gerade als Friedrich die Pferde mit einem leisen Kommando antrieb, rief Clay noch einmal mit schneidender Stimme: "Passt gut auf unsere Frauen auf! Wenn wir sie noch einmal retten müssen, werdet ihr sie nicht mal mehr ansatzweise in den Nächten zu Gesicht bekommen!" Friedrich winkte nur lachend zurück, ein Zeichen, dass er die Drohung verstanden, aber offenbar nicht ernst genommen hatte. Tom aber biss sich vor Frust auf die Lippe. *Ihre Frauen?* Der Gedanke schoss ihm heiß durch den Kopf. *Es reicht ihnen nicht, dass sie sie nehmen wann und wie sie wollen und die Nächte mit ihnen verbringen... ...
... Jetzt nennen sie Anna und Valentina schon "ihre" Frauen? Als wären sie mit ihnen verheiratet!* Bitterkeit stieg in ihm auf. Er hatte nie wirklich zu dieser Farce eingewilligt. Valentina hatte es ihm förmlich abgerungen, mit jedem verführerischen Blick, jedem betörenden Lächeln, jedem versprochenen Kuss und jedem feuchten Atem. "Ich muss meiner Freundin Anna helfen, Schatzi", hatte sie ihm süß säuselnd ins Ohr geflüstert, während ihre warme Hand seinen Kolben bearbeitet hatte."Die Arme ist noch so mitgenommen von Harlow's und Whitmores Grausamkeiten... Sie braucht das, Tom. WIR brauchen das." Und er, geblendet von dem flehenden Leuchten in ihren dunklen Augen und der Macht ihrer sinnlichen Nähe, hatte einfach nicht Nein sagen können, dass sie sich mit noch mehr fremden Männern einlassen sollte um Anna einen Teil der Männer abzunehmen. Und so saß er nun hier in seinem Elend auf dem Kutschbock. Hinter dem verbeulten Lederverdeck der Kutsche hörte er plötzlich das leise Quengeln von Annas Säugling Jakob - und das viel deutlichere, nasse Schmatzen eines Kusses. ,,Anna... nicht!", murmelte Valentina, doch ihr Lachen klang träge und satt. ,,Clay und boone haben mir gestern schon alles abverlangt..." Ein Ruck ging durch die Kutsche. Friedrich griff instinktiv nach den Zügeln, sein Blick blitzte kurz zu Tom wissend hinüber. "Sie testen uns", flüsterte er, die Lippen kaum bewegend. Seine Hand lag plötzlich auf Toms Oberschenkel, er zitterte vor Aufregung. "Hörst du ...