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Ein Schicksal auf Rädern 12
Datum: 26.03.2026, Kategorien: Widerwillen/Nichteinwilligung,
... erfand immer neue Szenarien, immer grausamere Vergleiche, immer perfidere Fantasiefiguren - den schwarzen Schmied aus Omaha, den mexikanischen Banditen, den unersättlichen italiensichen Viehtreiber. Friedrich tauchte ein in diese Welt der erzwungenen Demütigungen. Seine Erregung war grenzenlos und sein Gehorsam absolut. Annas Worte, so verletzend sie auch waren, funktionierten wie ein Zaubertrank in seinem Körper. Er wurde steinhart und ausdauernd, fähig, sie körperlich auf eine Weise zu,beglücken", die er in normalen Zeiten nie erreicht hatte. Ihre Schreie, auch wenn sie einem Phantom galten, waren echt. Ihre Orgasmen, durch die Mischung aus Schmerz, Fantasie und physischer Stimulation, waren heftiger als je zuvor. Es war ein Teufelskreis aus Erniedrigung und Ekstase, der sie beide in seinen Bann zog. Doch als der Schnee schmolz, als die ersten grünen Spitzen durch den braunen Boden brachen und die Luft den süßen Duft des erwachenden Lebens trug, begann das mühsam errichtete Kartenhaus der Fantasie zu bröckeln. Die Rollenspiele wurden abgenutzt, die Dialoge wiederholten sich, die erfundenen Fremden verloren ihren Schrecken und ihre Anziehungskraft. Die Demütigungen begannen, Anna und auch Friedrich nicht mehr nur zu erregen, sondern auch zu verletzen, wirklich und tief. Der Geschmack von Annas Verachtung war plötzlich nicht mehr süß, sondern schmeckte bitter und fahl. An einem Abend Anfang April, als Anna versuchte, die alte Magie wieder zu beschwören ...
... -,,Stell dir vor, der große Holzfäller Magnar steht da...er lacht über dein kleinen Pullermann." -, riss Friedrich sich plötzlich aus ihr heraus.,,Hör auf!", fuhr er sie an, seine Stimme brach vor Enttäuschung. ,,Es ist immer nur Gerede! Immer letzendlich nur ein Spiel!" Er starrte auf seinen schlaffer werdenden Schwanz, auf dem noch ihr Saft glänzte. Frustration und eine tiefe, nagende Leere überkamen ihn. ,,Ich will... ich brauche... es echt, Anna! Echte fremde Haut! Echte Blicke der Verachtung! Echte Demütigung, die nicht aus deinem Mund kommt, sondern von jemandem, der mich wirklich verachtet!" Sein Blick war wild, fast verzweifelt.,,Diese Fantasien waren eine zeitlang schön... aber sie ersticken mich jetzt! Sie sind wie altes, trockenes Brot, dass sich wie Leder kauen lässt! Ich brauche... ich brauche frisch gebackenes Brot!" Anna starrte ihn an und verstand dass das Spiel vorbei war. Die Maske der verächtlichen Herrin fiel von ihr herab. Was blieb, war die Erschöpfung, die Angst - und das Wissen, dass der Winter vorbei war und sie wieder Tag für Tag auf den Feldern schufften mussten. Friedrichs quälende Sehnsucht nach dem Fremden, nach der echten Erniedrigung, war wieder zurückgekehrt. Und diesmal brannte sie mit einer Intensität, die kein noch so ausgeklügeltes Rollenspiel mehr dämpfen konnte. Sie lag neben ihm, die Decke bis zur Brust hochgezogen, und spürte, wie die Wärme des Frühlings nicht nur durch die Ritzen der Wände, sondern auch in die Ritzen ...