1. 04 Umkleide beim Sport


    Datum: 26.03.2026, Kategorien: Schamsituation

    Hallo zusammen. Ich mal wieder. Es hat zwar etwas lange gedauert, aber nun wieder ein Schwank aus meiner Jugend. Und ja ich weiss, es ist dieses Mal auch etwas länger geworden. Dennoch hoffe ich, dass es euch gefällt.
    
    In der Zeit, in der ich im Kinderheim war, ereigneten sich dort drei schwere Unfälle. Der letzte Unfall geschah zwischen Weihnachten und Neujahr. Einer der älteren Jungs, stürzte eines Nachts, auf dem Weg zum WC, die große Treppe im Foyer runter. Dabei brach er sich nicht nur den rechten Unterarm und die linke Hand, sondern eigenartigerweise auch die Nase. Dazu kamen noch einige Prellungen, die irgendwie nicht zu dem Sturz passen wollten. Jeder im Heim war überzeugt oder glaubte, zu wissen, dass ich etwas mit den Unfällen zu tun hatte. Überflüssig zu erwähnen, dass ich Wochen vorher mit ihm und seinem Kumpel eine üble Auseinandersetzung hatte, bei der ich als Boxsack herhalten musste. Seinem Kumpel ist übrigens ein ähnliches Schicksal widerfahren. Auch der Hausmeister der Einrichtung hatte einen Unfall, spielt aber hier alles keine Rolle.
    
    Als nach dem dritten Unfall nicht nur die Kripo anrückte und mich vernahm, sondern die Stasi (MfS – Ministerium für Staatssicherheit) mich abholte und erfolglos ausquetschte, beschloss irgendein bürokratisches Genie, dass ich für das Kinderheim ungeeignet bin und somit wieder nach Hause konnte.
    
    Hier erwartete mich mein altes Zimmer, meine alte Umgebung mit meinem alten Kumpel, aber eine neue Schule. Die Schule war ...
    ... ein hundertjähriger Bau aus roten Klinkersteinen. Mit großen Fenstern und zwei riesige Eingänge, die über große Steintreppen erreicht wurden. Zwischen den Eingängen war quer noch ein großer Anbau. So, dass das Ganze von oben wie ein T mit zu breitem Querstrich aussah. Innen war die Schule ein Relikt aus den 50er-Jahren: dicke, fette Holzdielen, die noch geölt wurden, und alte Sitzbänke, in die man sich hineinzwängen musste. Der Anbau war zwei Etagen hoch und sogar unterkellert. Im Keller befand sich die Heizung und einige Abstellräume. Im Erdgeschoss war links die Turnhalle, darüber weitere Klassenzimmer für Zeichnen, Musik und Chemie.
    
    An meinem ersten Schultag folgte ich den Schülern die Treppe rauf in mein Klassenzimmer. Dabei merkte ich, wie mir jemand hinten an meiner Jacke herumfummelte. Leicht genervt drehte ich mich um und wollte gerade lospoltern, wer mir da am Arsch fummelt. Zwei Stufen tiefer stand ein Mädchen, mit blonden langen Haaren, das mich erschrocken aus ihren blauen Augen anschaute. Ehe ich sie anschnauzen konnte, sagte sie schnell: „Ich wollte nur sehen, was für eine Jeansmarke du trägst.“ „Na gut.“ Sagte ich und ging weiter zum Klassenzimmer. Sie folgte mir. Gehörte also in meine Klasse.
    
    Da ich neu war, durfte ich mich erst mal der ganzen Klasse vorstellen. Nach dem Debakel vor knapp zwei Jahren in der anderen Schule entschloss ich mich, gleich die Katze aus dem Sack zu lassen. Ich erzählte ihnen, dass ich knapp zwei Jahre in einer Klapsmühle und ...
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