1. Die Kubanerin


    Datum: 03.04.2026, Kategorien: Schamsituation

    ... mit einem Geburtstagsgruss drauf gemacht.
    
    Zu Hause musste ich mir erst mal überlegen, was ich damit mache, wem sollte ich es schenken? Mein Unterbewusstsein war da schon schneller gewesen. In zwei Tagen, am Samstag, hat Mariposa Geburtstag, stand so im Klassenbuch. Hätte mir aber auch am Samstag in der Schule auffallen können, sie wurde ja von vielen gratuliert. Freddy hatte mal, so nebenher, erwähnt, dass sie am Sonntag drauf feiert. Ich sass in meinem Zimmer und war erschrocken, dass ich so etwas weiss und auch noch ein Geschenk habe. Geburtstage sind mir eigentlich zu wieder, ich feiere nicht mal meinen eigenen. Was passierte da gerade mit mir?
    
    Sonntagnachmittag. Ich hatte meine besten Sachen an, die ich noch aus dem Kinderheim hatte, und stand vor dem Haus von Mariposa. Weder nervös noch aufgeregt, hatte ich keine Erwartung oder Vorstellung, was gleich passieren würde.
    
    Ein grosser Altbau mit einem imposanten Treppenhaus. Breite Treppe, grosse Fenster und Landschaftsmalereien an den Wänden.
    
    Zweiter Stock, ich stehe vor Mariposas Wohnung. Musik und laute Stimmen sind zu hören. Hört sich nach einer Feier an. Hier war ich richtig, also klingelte ich.
    
    Das Stimmengewirr wird lauter, kommt in meine Richtung, dann geht die Tür auf und eine Frau, Mitte dreissig, mit der gleichen Hautfarbe wie Mariposa, steht vor mir. Splitterfasernackt. Sie schaut mich fragend an. Ich stehe da wie eine versteinert, die Augen weit aufgerissen, der Mund offen, bringe aber kein Wort ...
    ... raus. Starre nur auf die riesigen Brüste… ihren Schritt… der nur ein riesengrosses Büschel tiefschwarze krause Haare war. Sofort habe ich das Bild von einem Sklaven vor Augen. Die hatten auch immer solche krausen Haare, aber auf dem Kopf. „Hat die einen Sklaven zwischen den Beinen?“, kam es mir in den Sinn.
    
    Im Hintergrund taucht ein Mädchen auf, etwa zehn Jahre alt, genauso dunkel, genauso nackt. Ich starre immer noch. Die Frau zeigt auf das Geschenk in meiner Hand und sagt irgendetwas zu mir. Ihr Mund bewegt sich, aber ich höre nichts. Sie verschwindet in der Wohnung. Noch ein Mädchen erscheint, etwas älter, gleiche Hautfarbe, ebenfalls nackt, ruft etwas in die Wohnung. Das Einzige, was durch meine Ohren ins Gehirn dringt, ist der Name – …Mariposa.
    
    Noch mehr Mädchen kommen, bleiben mitten im Flur stehen und schauen mich an, als wäre ich ein Ausserirdischer. Sie tuscheln, lachen und freuen sich. Zeigen auf mich und tuscheln weiter. Wie gebannt schaue ich auf sie. Ihre Körper glänzen in der Sonne, die aus der Wohnung auf sie scheint. Ich schaue auf ihre Brüste, manche klein andere grösser. Sehe die blanken Pflaumen mit den gut sichtbaren Schlitzen. Es schien denen überhaupt nichts auszumachen. Sie tuscheln weiter.
    
    Ich werde nervös. Will hier weg. Beschliesse, das Geschenk einfach auf den Boden zu werfen und abzuhauen. Leider zu spät. Die Realität holt mich ein.
    
    Mariposa erscheint. Mein Gehör kommt wieder, aber mein Verstand nicht. Ich bin immer noch am Glotzen. Sie ...
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