1. die Liebe der Gehörnten


    Datum: 07.04.2026, Kategorien: Ehebruch

    ... vermieten."
    
    "Ja, ich mache, was du willst und es tut mir unheimlich leid, dass ich dir und auch mir diese Scheiße angetan habe. Heute habe ich gemerkt, wie sehr ich dich noch liebe, wie sehr ich dich vermisse. Aber es ist passiert und meine Schuld. Ich werde mit meinen Eltern reden und so schnell wie möglich ausziehen."
    
    "Monika, gib dich nicht auf, suche dir Hilfe, damit du das ganze Geschehen richtig verarbeiten kannst. Du bist eine schöne Frau und irgendwann wirst du noch mal dein Glück finden. Dann halte den Mann fest und denke daran, Liebe kann nur exklusiv sein."
    
    "Noch etwas, Jürgen hatte einen schlimmen Unfall und liegt im Krankenhaus. Heidi hat ihn verlassen und wird wohl auch zu ihren Eltern ziehen. Es wird also einsam werden. Bitte denke an meine Worte. Denk über dich und über das Geschehen nach. Man soll das lieben, was man hat und nicht den Träumen nachhängen."
    
    Eine Woche später war ich weg und Monika zog drei Wochen später zu ihren Eltern. Meine Freunde räumten mein Haus aus und es wurde vermietet. Ich trieb mich über fünf Jahre auf den großen Baustellen der Welt rum, war geschieden und lebte mein Leben, in dem das weibliche Geschlecht ab und zu mal eine kleine Nebenrolle spielte. Irgendwann wollte auch ich zur Ruhe kommen und nach einer weiteren Runde im Ausland zog es mich nach Hause. Ich hatte mir in der Kreisstadt eine kleine Wohnung genommen und war mit meiner Firma einig, dass ich nur noch in der Nähe arbeiten wollte und kann. Jetzt aber erst ...
    ... mal zwei Monate Urlaub. Ich genoss es, bei gutem Wetter lange Spaziergänge zu machen und faul in einem Cafe zu sitzen und die Menschen zu beobachten.
    
    An einem schönen Nachmittag sah ich sie dann. Ich war hin und weg. Dort kam sie, meine Heidi. Eine wunderschöne Frau, die nicht mehr an die Heidi erinnerte, die ich immer noch vor Augen hatte, wenn ich träumte. Hier kam eine Frau, selbstbewusst, aber nicht hochnäsig. Gut gekleidet und sich bewusst, dass sie schön war. Mir gingen die Augen über. Sie betrat das Cafe und setzte sich an einen Tisch ganz vorne und bestellte mit einem Lächeln. Ich haderte mit mir und ging dann doch zu ihr. Leicht hinter ihr stehend fragte ich leise, ob ich mich zu ihr setzen dürfte. Sie sah auf und wurde blass und dann wieder rot.
    
    "Du"
    
    "Ja ich. Darf ich?"
    
    "Natürlich. Ich freue mich so, dich zu sehen. Wo hast du dich die ganze Zeit rum getrieben?"
    
    Wir sahen uns lange an und dann erzählte ich kurz, was bei mir geschehen war. Wir starrten uns fast an und eigentlich hatte ich nur eine Frage. War sie frei oder hatte sie einen Partner? Einen Ring trug sie nicht, aber das hat ja nichts zu sagen. Als ich geendet hatte, stellte sie die Frage.
    
    "Bist du wieder verheiratet oder hast du eine feste Partnerin?"
    
    "Nein, und du?"
    
    "Nach dir habe ich nie wieder so einen einfühlsamen Mann getroffen. Nie wieder hat ein Mann so mein Herz berührt und außerdem habe ich jemanden, die meine ganze Aufmerksamkeit einfordert und die ich nie verlassen würde. ...
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