1. Aber du wolltest es doch auch..


    Datum: 09.04.2026, Kategorien: Ehebruch

    ... traumhafte Anlage im Süddeutschen. Vorher suchte ich noch einen Anwalt auf und reichte die Scheidung ein.
    
    Die Wochen in der Reha vergingen wie im Flug. Sie wurde dann nochmals um zwei Wochen verlängert und ich kam nach sechs Wochen das erste Mal wieder zurück. Erholt, körperlich und auch emotional in guter Verfassung. Zeit heilt alle Wunden, so sagt man doch. Erik hatte mir über Verbindungen eine kleine Wohnung besorgen können, ich der ich mich jetzt einrichtete. Ich nahm meinen Job wieder auf, trat ins Leben zurück, pflegte meine Freundschaften, meinen Sport, hielt Kontakt zu meinen Kindern.
    
    Ich muss aber ehrlich eingestehen, dass Sonja immer in meinen Gedanken war. Von meinen Kindern, meinen Freunden, die ja auch unsere Freunde waren, kam immer wieder, geht nicht so auseinander. Streitet euch, fetzt euch, brüllt euch an, egal, aber redet miteinander. Insbesondere Erik, der zunächst stinksauer auf meine Frau war, versuchte immer wieder, mich in Richtung Versöhnung zu schubsen. Er sagte, es war scheiße, was sie gemacht hat und das weiß sie, aber sie versucht alles, um eure Ehe nicht scheitern zu lassen.
    
    Sonja
    
    Dann kam der Brief. Von einer Anwaltskanzlei. Schon als ich ihn aus dem Briefkasten nahm, ahnte ich es. Ich konnte ihn erst nach zwei Tagen öffnen. Danach brach ich zusammen. Imke fand mich, weil ich tags darauf nicht zur Arbeit erschien und sie mich nicht erreichen konnte. Sie kümmerte sich um mich, zog für einige Zeit bei mir ein und stand mir zur ...
    ... Seite.
    
    Er hatte die Scheidung eingereicht. Er war weg aus meinem Leben. Ich wusste nicht, wo er ist. Anrufe von mir wurde nicht angenommen, Nachrichten nicht gelesen. Dann, eines Tages, war die Nummer nicht mehr vergeben. Ich rief meine Kinder an. Sie hatten Kontakt zum ihm, aber wo er war und wie man ihn erreichen konnte, dass wussten sie auch nicht. In meiner Verzweiflung rief ich Erik an. Erst blockierte er, schließlich konnte ich ihn zu einem Treffen überreden. Es dauerte lange, bis ich ein vernünftiges Gespräch mit ihm führen konnte, ihm klar machen konnte, dass ich nichts, aber auch nichts anderes möchte als meinen Mann zurückzubekommen. Ihn dazu bringen konnte, mir zu helfen.
    
    Klaus
    
    Mit meinen Freunden, einige sind solo, viele sind Pärchen, traf ich mich mehr oder weniger regelmäßig in einem Club. Essen, trinken, tanzen, ein bisschen Spaß haben. An einem Freitagabend saßen wir in großer Runde zusammen, plauderten, scherzten, tranken. Ein gelungener Abend. Dann ging die Tür auf. Sonja und Imke traten ein. Schlagartig wurde es leise.
    
    Sie sah unglaublich aus. Die Haare kürzer, sie war schmal geworden. Dezent, ja blass geschminkt, unaufdringlich, aber umso anziehender. Keinen Schmuck, nur den Ehering.
    
    Erik, ja mein Freund Erik, stand auf, begrüßte die beiden und holte sie zu uns an den Tisch. Meine Freunde, die ja eigentlich unsere Freunde waren, begrüßten Sonja und auch Imke, nahmen ihre Gespräche langsam wieder auf. Einige, vor allem die Mädels, warfen mir Blicke ...