1. Aber du wolltest es doch auch..


    Datum: 09.04.2026, Kategorien: Ehebruch

    ... zu, auffordernde Blicke, mach was, sagten diese Blicke. Erik setzte sich neben mich, schaute mich und sagte: "Jetzt oder nie".
    
    Sonja
    
    Erik rief mich an. Sonja, wir treffen uns alle Freitag im Club. Klaus kommt auch. Komm dazu, wir alle sind der Meinung, dass ihr euch eine zweite Chance nicht entgehen lassen dürft. Und...bring Imke mit. Vor Erleichterung und Aufregung hätte ich fast den Hörer fallen lassen. Natürlich komme ich, nichts lieber als das.
    
    Dann...wieso Imke? Was hast du vor? Willst du sie nochmal so rund machen wie im Krankenhaus? Das hat sie nicht verdient.
    
    Ich weiß, sagte er, ich habe mich komplett daneben benommen. Du weißt, Ich habe selbst zwei gescheiterte Beziehungen hinter mir und habe mich als Moralapostel aufgespielt. Völlig daneben. Ich entschuldige mich dafür und ich würde mich auch gerne bei ihr entschuldigen, in aller Form.
    
    Imke war skeptisch, kam aber mit, wollte mich das nicht allein durchstehen lassen.
    
    Als wir den Club betraten, sah ich ihn schon in der Runde unsere Freunde. Ich fing an zu flattern. Erik kam auf uns zu, nahm mich in den Arm und führte uns an den Tisch. Es war ruhig geworden. Sie blickten alle auf mich, aber nach und nach nickten sie, lächelten mich an. Die Mädels in meiner Nähe kamen zu mir, umarmten mich. Hol ihn dir zurück, flüsterten sie. Keine bösen Worte, keine versteckten Vorwürfe, nichts.
    
    Klaus
    
    Wir schauten uns an, Ewigkeiten, wie mir schien. Der Tisch leerte sich, es wurde getanzt. Sie stand auf, kam ...
    ... zu mir rüber. Bitte, sagte sie, tanz mit mir. Der Tanz und die darauffolgenden, waren wunderbar, alles Negative verblasste und ich spürte nur noch diese Frau, meine Frau in meinem Arm.
    
    Ich ließ sie nicht mehr los, keiner unsere Freunde forderte sie auf, sie schirmten uns ab, niemand sollte stören. Auch nach und zwischen den Tänzen blieben wir dicht beieinander. Unsere mehr oder meistens weniger zufälligen Berührungen waren vorsichtig, Nähe suchend, hoffend.
    
    Sonja
    
    Er tanzte mit mir. Nahm mich in seine Arme. Hielt zunächst Distanz, aber nur für Sekunden. Dann fühlte ich, wie er sich entspannte und ich kroch förmlich in ihn rein. Wollte mich nicht mehr lösen, flüsterte, ich liebe dich, nur dich. Halt mich fest. Und das tat er. Ich wollte, dieser Abend würde nie enden.
    
    Aber irgendwann schloss auch der Club. Wir waren mittlerweile mit Imke und Erik alleine. Unsere Freunde hatten sich nach und nach verabschiedet. Einige der Mädels hatten Tränen in den Augen. Die Männer, naja, wie Männer so sind, versuchten so burschikos wie möglich über das Ganze hinwegzugehen. Aber ich merkte, dass auch sie sich für uns freuten.
    
    Dann wurde es auch für uns Zeit. Imke und Erik, tja, an die beiden hatten wir gar nicht mehr gedacht. Erik hatte sich bei ihr entschuldigt. Dabei muss wohl was übergesprungen sein. Keiner konnte sagen, wer jetzt wen anbaggerte, aber das Ergebnis sprach für sich. Erik umarmte erst Klaus, dann mich, flüsterte, ich weiß, dass es mit euch funktioniert und zog mit ...