1. Aber du wolltest es doch auch..


    Datum: 09.04.2026, Kategorien: Ehebruch

    ... bitte nicht, kam es von ihr.
    
    Mir wurde mit brutaler Klarheit bewusst, dass ich unser Leben vor die Wand gesetzt hatte. So verblendet, so fixiert auf das eigene Verlangen, so schwanzgeil, dass ich überhaupt nicht darüber reflektiert hatte, was es mit ihm macht. Er hatte es mir doch gesagt. Ich hätte schon längst, schon nachdem ich ihn mit meinem Wunsch konfrontiert hatte, dass Gespräch mit ihm suchen müssen, hätte die Sauna verlassen und nach Hause fahren müssen, hätte hinhören müssen, wissen, dass er es nicht ertragen würde...hätte...hätte.
    
    Klaus
    
    Als ich wach wurde, lag ich in einem Krankenbett. Ich fühlte mich erschlagen, müde, erschöpft. Eine Krankenschwester lächelte mich an, alles wird gut, sagte sie, ich hole den Arzt. Nach ein paar Minuten kam er und klärte mich auf. Sie hatten einen leichten Herzinfarkt, meinte er, aber sie werden es überstehen. Sie werden ein paar Tage hier bleiben müssen, da sind noch einige Untersuchungen fällig. Ihre Frau wartet draußen und kann gleich zu ihnen.
    
    Ich möchte meine Frau jetzt nicht sehen, sagte ich zu ihm. Er schaute mich an, ich schüttelte nochmals den Kopf, er nickte und meinte, gut, ich werde es ihr sagen und ich werde auch den psychologischen Dienst hier im Krankenhaus informieren. Ich glaube, die Ursache für ihren Herzinfarkt sind wohl eher keine körperlichen Defizite. Dann ging er hinaus und schloss leise die Tür.
    
    Sonja
    
    Es war schon in den frühen Morgenstunden, als der Stationsarzt auf uns zukam. Er lächelte ...
    ... und sagte, ihr Mann ist wach und ansprechbar. Mir fielen alle Steine vom Herzen, ich stand auf und wollte direkt zu ihm. Doch er hielt mich zurück. Er lächelte jetzt nicht mehr und sagte zu mir: "Er will sie jetzt nicht sehen."
    
    Ich bin doch seine Frau, sagte ich. Ja, ich weiß, aber er will sie trotzdem nicht sehen. Nicht zu diesem Zeitpunkt. Und sein Wohl steht über allem, egal, was zwischen ihnen vorgefallen ist. Geben sie ihm Zeit, bis er sich erholt hat. Er wird noch einige Tage hierbleiben müssen und ich denke, das gibt ihnen noch genügend Gelegenheit, ihn aufzusuchen. Dann ging er.
    
    Erik schaute mich an. Du hast fremdgefickt. Er knallte es mir hin, klagte mich an. Und die Schlampe neben dir ist mit im Spiel. Sein Blick und seine Kommentare, bevor er ging, hallen immer noch nach. Schlampe war noch eines seiner harmlosen Worte. Imke fuhr in an, aber sein eiskalter Blick und seine Körpersprache brachten auch sie zum Verstummen.
    
    Ich konnte nicht mehr, in mir war nur noch Leere. Imke, sagte ich, es war ein Riesenfehler. Er liebt die Fantasie und liebt es, diese mit mir beim Sex mit ihm auszuleben. Aber mehr auch nicht. Und jetzt liegt meine Welt in Scherben.
    
    Imke fiel förmlich in sich zusammen, weinte, stammelte, das wollte ich doch nicht, bitte glaub mir. Ich war froh nach meiner Scheidung jemanden zu haben, mit dem auch ich wieder ins Leben zurückfinden konnte. Ja, ich habe dich immer mehr in Anspruch genommen, aber nicht gemerkt oder nicht merken wollen, was das ...
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