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1952, ein deutscher Student in den USA
Datum: 09.04.2026, Kategorien: Reif
... vier Konferenzteilnehmer. Ich gab der Verkäuferin einige meiner Visitenkarten und bat sie diese den Interessenten an meinen Büchern zu geben, denen ich dann ein Buch zusenden könnte. Ein junger Mann kam auf mich zu und er sprach mich auf Deutsch an: "Guten Tag, Herr Müller! Ich bin Mitarbeiter der deutschen Botschaft. Mein Name ist Christlein. Der deutsche Botschafter möchte Sie heute Abend gerne zu einem Abendessen einladen." "Guten Tag, Herr Christlein! Oh, ja, sehr gerne! Wann und wo darf ich erscheinen?" "Hier im Hotel im Raum Baltimore um 19 Uhr!" "Richten Sie dem Botschafter meine Grüße aus und dass ich die Einladung gerne annehme!" "Bis heute Abend, Herr Müller!" "Bis heute Abend, Herr Christlein! Und vielen Dank!" Abends um 19 Uhr erschien ich pünktlich zu der Einladung. Es waren 12 Personen anwesend. Botschaftsangehörige, Mitarbeiter des Bundeswirtschaftsministeriums und des Außenministeriums. Ich wurde Allen vorgestellt und während des Essens sprach ein Mann, der sich als Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes herausstellte, namens Schmidt, sehr offen mit mir. "Herr Müller, wir wollten Sie ja anwerben aufgrund ihres Mutes bereits mit 16 Jahren auf dem Schwarzmarkt zu handeln und dann noch der Verkauf ihrer "Lektüre" an die amerikanischen Soldaten. Ihr Mut, ihr Einfallsreichtum, ihre englischen Sprachkenntnisse und ihr hervorragendes Abitur und ihr Studienabschluss mit "summa cum laude" haben uns schon sehr beeindruckt." Ich wurde rot. ...
... "Woher wissen Sie...?", fragte ich ihn. "Wir wissen viel mehr als viele Bürger glauben. Aber Sie waren ein kleiner Fisch und ihre kleinen Geschäfte waren für uns eher harmlos und von nicht so großem Interesse als dass wir da eingreifen würden. Aber Sie hätten die richtigen Anlagen für uns mitgebracht, aber nach ihren Vorträgen gestern und heute, glaube ich, dass Sie im Außen- oder Wirtschaftsministerium besser aufgehoben wären." Die anderen Gäste hatten alle aufmerksam zugehört und der nächste Gast ergriff das Wort. "Wir glauben, dass Sie nach ihrem Studienabschluss nach Deutschland zurückkehren sollten und für die Regierung, das Bundeswirtschaftsministerium arbeiten sollten!", sagte Herr Kremer. "Herr Kremer, ein entsprechendes Angebot habe ich doch kürzlich erst abgelehnt.", sagte ich. Ein Mitarbeiter des Außenministeriums namens Helling schaltete sich ein. "Herr Müller, Sie könnten auch für das Außenministerium tätig werden und nach einer Einarbeitung in Deutschland in den USA arbeiten.", sagte er. "Meine Herren, ich fühle mich wirklich geehrt, aber ich möchte zunächst mein Studium abschließen und dann beabsichtige ich zu promovieren. Ob ich danach wieder in die USA gehe oder in Deutschland bleiben werde, ob ich eine akademische Karriere anstrebe, in die Privatwirtschaft gehe oder für die Regierung tätig werde, das kann ich zum heutigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Und wie Herr Schmidt bereits bemerkt hat, so ist mir ein guter Verdienst wichtig. Bis zu meinem ...