1. Diese Stiefschwestern sind lesbisch


    Datum: 11.04.2026, Kategorien: Insel der Scham,

    ... an das ich mich erinnerte, war ihr gleichmäßiger Atem und der Geruch von Erdbeeren. Ich öffnete vorsichtig die Türe und spähte um die Ecke. Der Flur vor meinem Zimmer war leer. „Okay, die Luft ist rein!“ Sandra stand gespannt hinter mir. Der Wecker hatte uns jäh aus unseren Träumen gerissen, aber ich entschied mich, sie wenigstens noch bis zu ihrem Zimmer zu begleiten. Drei Treppen und zwei Flure mussten wir ungesehen hinter uns bringen. Mit nackten Füßen schlichen wir über die kalten Fliesen. Ich schlich die Treppe zum Erdgeschoss, aber es schien wirklich noch niemand wach zu sein. es war ja auch gerade mal kurz nach acht am Samstag. Dann kamen der lange nächste Flur und wir mussten an Küche und Wohnzimmer vorbei. danach wurde es richtig schwierig, denn um die letzte Treppe unter das Dach zu erreichen, mussten wir an dem Schlafzimmer unserer Eltern vorbei. Wir gingen so leise wie möglich, doch als wir an der Küchentüre fast vorbei waren, hörten wir: „Guten Morgen ihr zwei! Gut geschlafen?“ Mist, mein Vater. Er saß mit einer Tasse Kaffee und Zeitung in der Küche. Wir schauten ihn nur ertappt an. „Ihr seid unmöglich!“ Sagte er, mit einem verschmitzten Lächeln auf den Lippen. Er deutete auf die Stühle gegenüber von ihm. „Setzt Euch, nehmt Euch Kaffee.“ Das ließ ich mir nicht zwei Mal sagen. Ich goss uns zwei Tassen ein und setzte ich neben Sandra. Unter dem Tisch hielten wir die Hände. „So ihr beiden. Was ist den gestern wirklich passiert?“ Wir senkten nur verschämt unsere ...
    ... Blicke und er konnte daraus wohl die richtigen Schlüsse ziehen. Er atmete hörbar ein: „Okay, meinen Segen habt ihr. Lieber so, als wenn ihr irgendwelche Typen mit nach Hause bringt, und am Ende noch schwanger seid.“ Ich wusste, dass auf meinen Vater verlass war. Er war wirklich cool. „Dann sah er uns bittend an: „Aber zeigt es nicht so deutlich, wenn Elke dabei ist. Sie hat ein echtes Problem damit.“ Wirklich, wäre mir gar nicht aufgefallen. „Sie wird sich schon daran gewöhnen“, fuhr er fort. „Aber lasst ihr bitte ein wenig Zeit. Wir nickten nur und dann unterhielten wir uns noch mit meinem Vater, während er uns Frühstück machte. „Guten Morgen…“ Plötzlich stand Elke in der Tür. Sie sah schrecklich aus. Ihr Haar war wild zerzaust, sie hatte dunkle Ränder unter den Augen und war bleich. Ohne uns eines Blickes zu würdigen, ging sie an uns vorbei, nahm sich Kaffee und setzte sich auf den letzten freien Platz. Eine drückende Stille senkte sich. „So, Du bist also lesbisch!“, sagte sie irgendwann tonlos an Sandra gerichtet, ohne von ihrer Tasse aufzublicken. „Ja, bin ich!“ „Wegen ihr? Hat sie was damit zu tun?“ Damit war wohl ich gemeint. „Nein, natürlich nicht. Ich war schon vorher lesbisch.“ Ein freudloses Lachen entfuhr Sandras Mutter. Sie sah sie kalt an: „Und, kannst Du nicht einfach versuchen nicht lesbisch zu sein, so wie jedes normale Kind auch?“ „Mama, das ist keine Entscheidung die man trifft. Entweder man ist es, oder nicht. Manchmal braucht man halt ein bisschen länger, bis ...
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