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Der Duftbaum
Datum: 17.04.2026, Kategorien: Sonstige,
... mir geht, konnten wir auch wieder fahren. Die Situation mit Karl hat mir so richtig die Lust genommen. Was hälst du davon, wenn wir den Abend zusammen verbringen und nur dann, wenn wir Lust haben, jemanden dazu holen?" Wir haben an diesem Abend niemanden dazu geholt, sondern uns zärtlich geliebt, obwohl Nadine mir immer wieder anbot, eine der Frauen ausschließlich für mich einzuladen. Georg meinte, er habe so etwas noch nie erlebt, dass ein Paar sich auf einem Swingerabend allein beschäftigt. Beim nächsten Zusammentreffen ließ er durchblicken, dass an diesem Abend allen klar wurde, wie stark wir verbunden sind. In den folgenden Monaten haben wir uns nur mit Karin und Georg zum Swingen getroffen, weitere Bedürfnisse hatte sie nicht. Geändert hat sich dieses erst wieder seit unserem Urlaube auf den Kanaren. Die Tür wurde geöffnet und vier junge Mädels zwischen 18 und 20 bestiegen mein Taxi. "Bitte zur Altstadt", sagte diese doch sehr hübsche junge Frau auf dem Beifahrersitz. Hatte ich beim ersten Blick noch darauf gehofft, vielleicht ein knappes Höschen zu ergattern, schwanden meine Hoffnung, als ich die Radlerhose unter ihrem sexy Kostüm sah. Eine wahrscheinlich notwendig gewordenen Unart, seit es das Filmportale im Netz gibt. "Hallo Leute, jetzt sitzen wir im Taxi zur Altstadt, wo es gleich crazy losgehen wird. Und unser Fahrer ist ein ganz süßer. Schaut mal." Wie ich diesen Social Media Mist hasse. Überall hatten diese Verrückten ihr Handy vor der Nase, um ...
... ihr Leben mit imaginären Freunden zu teilen. Ich wollte das Filmen gerade verbieten, da sagte eine: "Da hängen Höschen am Spiegel" Sofort ging das Geschnatter richtig los. Die Filmende lehnte sich mit ihrem Handy über mich hinweg, um eine Nahaufnahme zu machen. Ich war gezwungen, die Warnblinkanlage zu starten und stehen zu bleiben. "Nimm das blöde Handy weg oder möchtest du uns umbringen. Du kannst mir doch nicht ins Suchtfeld greifen." Ich hatte sehr laut geschimpft, die jungen Frauen saßen erschrocken in ihren Sitzen. "Entschuldigung, das wollte ich nicht." Im Spiegel sah ich Tränen in den Augen. Sie tat mir Leid. Schweigend legten wir den Rest der Strecke zurück. Ich ärgerte mich über meine Unbeherrschtheit und schaltete schon vor Erreichen des Ziels den Taxameter ab Am Zielort angekommen, drehte ich mich zu ihnen: "Auch mir tut es Leid, ich habe mich geärgert und nicht nett reagiert. Die Fahrt geht auf mich und ich hoffe, ihr habt trotzdem noch einen schönen Tag." Die Hübsche auf dem Sozius beugte sich zu mir und küsste mich auf die Wange: "Danke, Karsten, du bist doch das Duftbaumtaxi? Du siehst viel besser aus als letztes Jahr im Dritten." Sie stiegen aus und mir war klar, dass sie den überaus unangenehmen Bericht im WDR meinte, der mich fast dazu verleitet hätte, doch mit Nadine nach New York zu gehen. Es war darin die Rede von sexueller Belästigung und indirekter Nötigung, Voyeurismus und Verführung. Ich konnte froh sein, dass ich extrem gut in den ...