1. Verenas Schulzeit


    Datum: 22.04.2026, Kategorien: Erotische Vereinigung,

    ... Blick lag etwas, das sie elektrisierte. Aufmerksamkeit. Begehrlichkeit. Lust. Aber auch Erwartung. Ihr Interesse an immer ausgefallenerem Sex überwog ihre Scheu und Selbstverachtung. Wann immer es ihr psychisch schlecht ging, ließ sie sich einfach bei ihm fallen. Und wurde mit Sex belohnt. Oder bestraft.
    
    Er ließ sie spüren, dass er der Erfahrenere war. Nicht mit Worten. Sondern mit kleinen Gesten. Er wählte, wo sie sich trafen. Er bestimmte, auf welche Art und wie oft sie Sex miteinander hatten. Meistens mit viel Dominanz von ihm und wenig Lustbefriedigung bei ihr.
    
    Einmal bat er sie, ihre Haare offen zu tragen, wenn sie zusammen waren. „Du siehst dann mehr aus wie du", sagte er mit einem Lächeln, das so charmant war, dass es wie ein Kompliment wirkte. Aber etwas in ihr zuckte. Wieso sollte er bestimmen, wie sie mehr sie selbst war?
    
    Ein anderes Mal verlangte er, dass sie erotische Wäsche für ihn kaufen sollte. Weder er noch sie hatten die finanziellen Mittel, um diesem Wunsch nachzukommen. Trotzdem lieh sie sich Geld von Caro, um schwarze Spitze zu kaufen. Er zerriss das Höschen beim nächsten zusammenkommen bevor er in sie eindrang.
    
    Bei einem anderen Treffen fiel ihr eine auffällig platzierte Tube auf dem Nachttisch auf. Als sie neugierig danach fragte, wurde sie mit den Worten beschwichtigt, er wolle etwas Neues mit ihr ausprobieren.
    
    „Mit Gleitgel?" fragte sie ängstlich. „Ja, es wird Dir bestimmt gefallen". Verena ertrug seinen vergeblichen Versuch, in ihren ...
    ... Anus einzudringen. Sie hatte danach tagelang Schmerzen.
    
    Verena war nicht naiv. Nicht mehr. Sie merkte, wie sein Ton sich veränderte, wenn sie zögerte. Wie seine Sätze dann etwas Bedürftiges bekamen. „Ich dachte, du fühlst dich wohl bei mir", sagte er dann. Oder: „Du brauchst dich nicht zu verstecken. Nicht bei mir." Und jedes Mal klang es wie ein Test: Gibst du mir, was ich von dir will - oder enttäuschst du mich?
    
    Und sie gab. Nicht alles. Aber genug, dass sie sich fragte, ob sie irgendwann nicht mehr unterscheiden könnte, wo sie endete und er begann.
    
    Wenn du dich verlierst
    
    Es war später Abend, der Flur des Internats lag still da, nur gedämpfte Geräusche drangen durch die Wände. Verena saß in BH und Höschen auf ihrem Bett, ein Kissen an sich gepresst, der Blick leer. Caro stand am Fenster, hatte seit Minuten nichts gesagt, dann drehte sie sich langsam um.
    
    „Ich muss dich was fragen, Verena. Und ich will, dass du es mir ehrlich sagst - egal, wie weh es tut."
    
    Verena hob den Blick, müde. „Okay."
    
    Caro ging zu ihr, setzte sich neben sie, nah genug, um da zu sein, weit genug, um nicht zu bedrängen.
    
    „Was macht Tobias mit dir?"
    
    Verena blinzelte, als hätte sie die Frage nicht verstanden. Oder nicht verstehen wollen.
    
    „Ich sehe, wie du manchmal gehst, Verena", sagte Caro leise. „Wie du dich setzt. Wie du dich bewegst. Das an Deinem Rücken sind blaue Flecken, oder? Du hast Schmerzen, hab ich recht?"
    
    Verena wandte den Blick ab. Eine Weile sagte sie nichts. ...
«12...141516...19»