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Verenas Schulzeit
Datum: 22.04.2026, Kategorien: Erotische Vereinigung,
... diesen Sekundenbruchteil. Aber ich habe es gespürt. Wie ein Hauch. Wie eine Ahnung. Er war so... da. Nicht laut. Kein Aufschneider. Aber wenn er durch die Schwimmhalle ging, veränderte sich die Atmosphäre. Alle nahmen ihn wahr. Ich auch. Sein Gang, sein breites Kreuz, die Art, wie seine Stimme über das Wasser schnitt - nicht scharf, sondern sicher. Ich stellte mir manchmal vor, wie es wäre, wenn er mich nicht nur als Schülerin wahrnähme. Sondern als Frau. Nicht, weil ich auffällig wäre - im Gegenteil. Ich war still, trug meine langen, rötlich-brünetten Haare meistens offen, wenn sie trocken waren. Aber wenn sie nass waren, klebten sie mir an den Schultern, und manchmal - manchmal, glaube ich - sah er dann hin. Oder bildete ich mir das ein? Als das Training vorbei war, blieben wir noch kurz am Beckenrand. Er saß lässig rücklings auf dem weißen Plastikstuhl, der ihm viel zu klein vorkam. Ich hatte mein Handtuch über die Schultern geworfen, doch der Badeanzug klebte noch nass an mir, ließ wenig Raum für Fantasie. Trotzdem hielt ich mich bedeckt, aus einer Mischung aus Gewohnheit - und Nervosität. „Du hast echt Fortschritte gemacht heute", sagte Tobias, nahm einen Schluck Wasser und lehnte sich zurück. „Deine Körperspannung ist besser. Kontrollierter." „Danke", antwortete ich leise. Ich mochte Lob, auch wenn ich nie so genau wusste, wie man damit umging. Ein paar Sekunden Stille folgten. Ich spürte seinen Blick an meinem Profil, obwohl ich ihn nicht direkt ...
... ansah. Dann kam es, beiläufig, aber deutlich: „Sag mal... hast du eigentlich einen Freund?" Ich drehte mich leicht zu ihm um. Mein Herz schlug plötzlich schneller. Die Frage war harmlos gestellt - aber sie hatte Gewicht. Und Bedeutung. „Nein", sagte ich, fast zu schnell. „Nicht wirklich." Er hob eine Braue. „Nicht wirklich?" Ich lachte leise. „Es gab früher mal jemanden. Vor dem Internat. Ist lange vorbei. Und vorher war... eher so rumprobieren." Ich log und verschwieg meine Vergangenheit. Er nickte, sah mich ein paar Sekunden einfach nur an. „Kaum zu glauben." Ich schluckte. „Wieso?" „Weil du mehr ausstrahlst, als du vielleicht denkst", sagte er. „Und weil du, ganz ehrlich, kein Mädchen bist, mit dem man nur ein bisschen rumprobieren will." Mein Gesicht wurde heiß. Ich wusste nicht, ob ich errötete - aber ich war sicher, dass er es bemerkte, wenn es so war. Der Satz setzte sich in mir fest. Nicht mit Nachdruck, sondern wie ein warmer Finger, der meine Brust berührte, dort, wo der Stoff dünner wurde. Ich sah ihn kurz an. Direkt. Vielleicht zum ersten Mal an diesem Abend ohne Scham. „Danke", sagte ich. Er stand auf, nahm sein Handtuch. „Ich muss los." Eine kleine Pause. Dann drehte er sich nochmal halb zu mir um. „Wenn du nächste Woche magst, bleib ein paar Minuten länger. Ich zeig dir ein paar neue Tricks beim Startsprung. Nur du und ich." Ich nickte. Ruhiger diesmal. „Gerne." „Bis dann, Verena." Er ging. Und ich blieb noch lange ...