1. Erika in der Von-der-Tann-Straße 02


    Datum: 23.04.2026, Kategorien: Erotische Vereinigung,

    Zweiter Teil
    
    Der Monatserste war da.
    
    Erika Himmel hatte zuletzt weder ihren Chef noch den Vermieter zu sehen bekommen, den Landau jedenfalls nur von weitem. Im Erdgeschoss war sie ein paarmal herum scharwenzelt, wie ihre Mutter das nennen würde. War an den Briefkästen und bei der Tür zum Keller lange gewesen, um notfalls ein Ziel vorspielen zu können.
    
    Einmal hatte sie ein Geräusch aus Eislers Wohnung gehört, aber er war nicht herausgekommen und sie hatte es nicht gewagt, bei ihm anzuklingeln. Jetzt aber, endlich, hatte sie wieder ihr altes Kleid mit dem schweren Stoff an, und mit frisch gepflegten, nach Zitrone duftenden Füßen schwebte sie nach unten, um zu klopfen. Geld hatte sie nicht dabei. Es war ein sonderbares Gefühl, dass sie heute eigentlich finanziell auch die Miete entrichten könnte.
    
    Diesmal war auch sonst irgendetwas anders. Sie spürte es, noch ehe er sie hereinrief. Der Gastgeber war nicht alleine. Sie verstand es nicht. Er wusste doch, dass sie kam, sie war immer überaus pünktlich und zuverlässig gewesen. Außerdem hatte sie noch nie, noch kein einziges Mal jemanden in diese Wohnung gehen sehen.
    
    Jetzt stand er im Türrahmen zum Wohnzimmer wie immer, aber dahinter erkannte sie schemenhaft eine Person und wurde sofort noch unsicherer.
    
    "Ab heute ist die Miete höher", sagte Eisler ruhig. „Du verstehst hoffentlich... Ich stelle dir meinen Bruder vor. Er... er wird dabei sein."
    
    Dabei sein?
    
    „Aber..."
    
    „Kein aber. Ich habe dir viel Geld ...
    ... erlassen, also... Komm!"
    
    Er führte sie ins Wohnzimmer, und der Fremde begrüßte sie freundlich. Er hatte Ähnlichkeit mit Eisler, das war unverkennbar.
    
    „Bist du bereit? Ansonsten, außer dass er dabei ist meine ich, kann alles wie immer geschehen."
    
    Wie immer, wiederholte sie in ihrem Kopf abermals seine Worte. Zuletzt war er doch oben bei ihr gewesen, mit Übernachtung. Von wegen wie immer! Und nichts war wie immer, wenn jemand dabei war.
    
    Erika zitterte unwillkürlich und wurde blass, auch ein wenig Übelkeit glaubte sie zu spüren. Der Bruder war offenbar aus dem gleichen Holz wie der Vermieter geschnitzt: er blieb stumm, schaute sie nur unverwandt an. Er war etwas schlanker als Eisler und trug keinen Bart; offensichtlich hatte ihr Vermieter einen deutlich jüngeren Bruder.
    
    „Du hast die Wahl, ja oder nein?" brummte der Mann, als dessen Freundin sie sich schon betrachtet hatte.
    
    Sollte sie flüchten und doch bezahlen? Das konnte er nicht gemeint haben, weil er von dem BAföG-Geld nichts wusste. Und dann stand er auch schon ganz nahe vor ihr und begann das Ritual. Seine Hand bewegte den Stoff ihres Kleides, als ob der Vorhang eines Theaters geöffnet werden müsste. Jetzt wanderte der Saum nach oben, und ihre nackten Beine wurden sichtbar. Die zweite Hand half, damit die erste unter den Stoff gleiten konnte.
    
    Ihre Haut wurde gestreichelt -- und Erika stellte die Beine auseinander.
    
    Sie atmete schwer. Ihr Blick war ins Leere gerichtet, an dem fremden Bruder vorbei, den sie ...
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