1. Entjungfert und Geschwängert


    Datum: 23.04.2026, Kategorien: Erstes Mal

    Der Krieg ging nun ins zwölfte Jahr. Im Norden, Ost und Südosten war er abgeschlossen. Große Gebiete waren besetzt oder eingegliedert worden. Die Fronten in diesen drei Richtungen waren ruhig. Im Westen hat das Ganze aber gerade wieder Fahrt aufgenommen und Infanteriekämpfe waren Alltag. Wir verbliebenen Soldaten aus dem Heimatland waren nur noch bei Luftwaffe und Marine aktiv, als Kommandeure oder an den ruhigen Abschnitten der Front. Die heißen Abschnitte wurden durch die Soldaten der besetzten Gebiete mit hohem Blutzoll geführt. Die Wehrpflicht war auf alle Männer 16-60 ausgeweitet worden und der aktuelle Bedarf auch der Rüstungsindustrie waren nun die Frauen. Seit Weihnachten war die Dienstpflicht für Frauen ab 18 eingeführt worden: 15 Monate in der Armee, 24 Monate in der Rüstungsindustrie.
    
    Ich hatte mir die Position in der „Verpflichtungsstelle für Freiwillige Frauen" erarbeitet: Oberleutnant mit 26, 2 Verdienstkreuze, Nordkämpferabzeichen. Acht Jahre war ich aktiv, führte kleine und große Einheiten, später Stab, seit zwei Jahren nun in der Verwaltung, seit zwei Wochen hier in dieser Stadt und in dieser Einrichtung. Durchgangsstation für knapp 500 dienstverpflichtete Frauen pro Monat. Eine Ärztin, ein dienstverpflichtetes Mädchen aus der Heimat als Schreiberin, Thomas mein Adjutant und drei einheimische Wärterinnen mit grüner Armbinde, die sie als Kollaborateurinnen auswies.
    
    Da kamen sie nun die jungen Frauen 18,19,20 Jahre alt mit ihrem Einberufungsbescheid. Aus ...
    ... ihren Dörfern, in denen es kaum Männer und schon gar keine jungen Männer mehr gab. Sie alle wollten natürlich nicht zur Armee und schon gar nicht an die Front, lieber in die Industrie und dann zurück nach Hause auf ihr Dorf, dessen Namen man nicht einmal fehlerfrei aussprechen konnte.
    
    Nur gab es da ein Problem. Heute früh kam aus der Zentrale die Anweisung nur noch max. 10%-15% Rüstungsarbeiterinnen zuzulassen und die anderen direkt in die Ausbildungslager hinter der Front zu schicken. Warum? Es lief am Boden im Westen gerade nicht gut. Die Überlebenszeit eines frischen Soldaten und gar der schlechter trainierten Soldatinnen waren Tage, höchstens Wochen. Es mussten ständig neue Soldaten und Soldatinnen an die Front. Die Industrieproduktion war vollkommen ausreichend. In der Heimat gab es wieder Konsumprodukte aus neuer Produktion zu kaufen. Also wurde die freie Wahl zwischen Armee und Rüstung abgeschafft. Und ich sollte das nun durchsetzen.
    
    Tür auf. Eine junge Frau kommt herein. Grüßt korrekt und bleib an der weißen Linie vor meinem Tisch stehen. Legt mir ihren Einberufungsbescheid und die Karte der ärztlichen Untersuchung auf den Tisch. Ich sehe auf. Eine ausnehmend hübsche junge Frau, dicke blonde Zöpfe, entwickelte feste Brüste, ein Blick auf die Karte: gerade 18 geworden, gesund, Fitnessscore 85%, ich lese ein bisschen im Report, lasse sie dabei stehend warten, angekreuzt beim gynäkologischen Teil ist „virgo intacta" -- ich grinse innerlich: mit welchem Mann hätte ...
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