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Entjungfert und Geschwängert
Datum: 23.04.2026, Kategorien: Erstes Mal
... noch einmal?" „Weil ich Sie dann hier vier Wochen festhalten kann, um das zu klären." „Aber ich bin nicht schwanger!" Ich warte, sehe in ihre Augen. Warte bis der Groschen gefallen ist. „Aber ich könnte in vier Wochen schwanger sein?" Ich nicke. „Aber ich bin nicht verlobt. Ich kann nicht in vier Wochen schwanger sein." „Braucht man dazu einen Verlobten?" Ich warte, sehe in ihre Augen. Warte wieder bis der Groschen gefallen ist. „Ich könnte von irgendeinem Mann schwanger sein?" „Ja... aber am besten von einem Offizier, dann können Sie das Kind in einem Volksheim zur Welt bringen und sind 12 Monate vor Einberufung geschützt." „Aber welcher Offizier...." Pause „Herr Oberleutnant? Sie?" „Ich würde Ihnen den Gefallen tun." -- Irgendwie konnte ich dabei einen ernsten Gesichtsausdruck behalten -- die Untertreibung des Jahres. Sie nickte. Sah zu Boden. Nickte noch einmal. „Ich will nicht an die Front" -- sagte sie mit leiser Stimme „dazu nehme ich alles auf mich" Ich bleibe ernst. Ich hatte mir das schon einmal ausgemalt, aber heute scheint es zu passen. „Wann war der erste Tag ihrer letzten Periode?" „Am Montag letzter Woche." Die Antwort war ein Flüstern. „Also vor 11 Tagen." Sie nickte. Ich nickte. Ideal dachte ich mir. Ich betätigte die Klingel für die Schreiberin. Sie stürzte mit ihrem Block herein. „Frau (ich blickte auf die Karte)... Duzikova... kommt ins Quarantänezimmer 1, für vermutlich drei Wochen. ...
... Verdacht auf Scharlach! Komplette neue medizinische Untersuchung nach Ende der Quarantäne! Bringen Sie die Rekrutin nach oben! Abtreten!" Der Rest des Tages ging ereignislos vorbei. Die Rekrutinnen weinten aber es gab keinen Widerspruch. Die Frauen wurden am Abend abgeholt. Freitag Abend erreicht! Wochenende! Hier in der Etappe hielt man noch viel von einer geregelten Woche. Thomas brachte mir mein Abendessen. Danach gab ich allen Mitarbeitern für den Abend frei und Urlaub bis Dienstbeginn am Montagmorgen. Jetzt war ich allein im Haus -- nur die Schreiberin in ihrer Dachkammer und die Rekrutin in Quarantänezimmer 1. Die Treppe ins Obergeschoss war aus Holz und knarrte. Dabei hatte ich einen Teller meines Abendessens. Nicht den Fraß, den die Einheimischen auf ihre viel zu knappen Lebensmittelkarten hatten, sondern Dinge, die hier Luxus waren aber für mich Alltag -- Schinken, gutes Roggenbrot, Butter, Käse, gekochte Eier, eine Flasche Rotwein. Ich klopfte an Quarantänezimmer 1. Sie antwortete mit gebrochener Stimme: „Herein?" Ich trat ein. Das Zimmer wäre für die Heimat spartanisch eingerichtet, für hiesige Verhältnisse aber recht komfortabel. Ein breites Metallbett, eine kleine Anrichte, ein offener Spind, ein Bücherregal mit den üblichen Volksbildungsbüchern, ein Tisch, ein Stuhl, ein Schemel und ein Volksempfänger. Der Tür des kleinen Badezimmers stand offen: ein Waschbecken, ein Spiegel, ein Wasserklosett -- auf den Dörfern hier gab es nur Plumpsklos ...