1. Verdorben - Fang mich, wenn du kannst


    Datum: 24.04.2026, Kategorien: Reif

    ... zitternd, und die ganze verdammte Fahrt über denke ich nur daran, wie es gewesen wäre, wenn ich mich getraut hätte. Wenn ich ihm gefolgt wäre, einfach nur, um zu sehen, was passiert. Aber jetzt bleibt mir nur der fade Nachgeschmack, dass ich wieder in die gleiche Routine zurückkehre, in die gleiche, öde Realität - immer mit dem Wissen, dass da draußen noch mehr wartet, wenn ich endlich den Mut finde, es mir zu nehmen.
    
    Es ist Freitagnachmittag, und ich bin endlich am Ende meiner Schicht angekommen. Der Personalraum liegt hinten im Gebäude, durch einen engen, lieblos gestrichenen Flur, wo der Putz schon von den Wänden bröckelt. Es riecht nach kaltem Rauch, altem Essen und dem generellen Mief, der sich in solchen Räumen immer festsetzt. Die Spinde stehen eng aneinandergereiht, die meisten Türen angelehnt oder halb offen, mit vergessenen Schlüsseln, die in den Schlössern hängen. Auf einem alten Tisch stapeln sich leere Plastikflaschen, zerknüllte Verpackungen und halb vergessene Werbeprospekte. Eine Kaffeemaschine, die seit Wochen nicht gereinigt wurde, steht in der Ecke und blubbert vor sich hin, als wollte sie sich auch in den Feierabend verabschieden.
    
    Ich trete ein, werfe meine Tasche in die Ecke, und beginne, mich aus der Uniform zu pellen. Die enge Hose rutscht mir die Beine hinunter, und ich schmeiße sie achtlos über die Lehne eines kaputten Stuhls, der schon bessere Tage gesehen hat. Mein T-Shirt klebt an meinem Rücken, feucht von der Hitze des Tages und den ewigen ...
    ... Bewegungen hinter der Kasse. Mit einem Seufzer ziehe ich es mir über den Kopf und genieße für einen Moment die kühle Luft auf meiner nackten Haut.
    
    Ich werfe einen Blick in den alten, verschmierten Spiegel, der schief an der Wand hängt, und begutachte mich. Mein zugegebenermaßen trotz zahlreicher Alkoholexzesse recht ansehnlicher Schlampenkörper verlangt nach einem dicken Schwanz, und ich kann die Vorfreude kaum zurückhalten. Es ist das erste freie Wochenende seit Wochen, und ich habe es mir verdammt nochmal verdient, die Sau rauszulassen. Meine Gedanken kreisen schon um die Möglichkeiten - die Bars, die Clubs, das laute Gelächter und die heißen Blicke, die man austauscht, wenn man nach Mitternacht auf der Tanzfläche steht und sich näherkommt, als es tagsüber je passieren würde.
    
    Ich ziehe mir ein frisches Top über, das tief genug geschnitten ist, um meine Titten gut zur Geltung zu bringen, und schnappe mir meine abgewetzten Jeans, die so eng sitzen, dass sie mir jeden Kurvenzentimeter betonen. Es ist dieses Gefühl, mich selbst wieder zu spüren, aus der Rolle der müden Kassiererin rauszubrechen und mich einfach nur in das zu verwandeln, was ich jetzt sein will: frei, schamlos, und bereit, mich ins Nachtleben zu stürzen.
    
    Die letzten Tage waren ein langsames Hochdrehen des Lautstärkereglers, und jetzt, am Freitag, hat der Bass endlich den Raum erobert. Ich will tanzen, will mich betrinken, will jemanden an der Bar aufgabeln, der genau weiß, was ich brauche, ohne dass ich ...
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