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Verdorben - Fang mich, wenn du kannst
Datum: 24.04.2026, Kategorien: Reif
... halbvolle Bierflaschen und Teller mit trockenen Pizzarändern herum, und auf dem Boden liegen Klamottenfetzen, bei denen ich mir nicht sicher bin, ob sie frisch gewaschen oder einfach nur vergessen wurden. Franzi ist in ihrem Element, plaudert und flirtet mit irgendwelchen Typen, die sie angeblich auch noch von früher kennt. Sie winkt mir kurz zu, bevor sie sich tiefer in eine Diskussion über keine Ahnung was verstrickt. Ich ziehe meinen Blick ab und lehne mich in die Couch zurück, die bei jedem Zucken fast auseinanderzufallen droht. Ein Typ setzt sich plötzlich neben mich, lässt sich schwer fallen, als wäre er schon längst zu high, um noch zu stehen. Er hat dunkle Locken, einen Dreitagebart, und seine Augen sind glasig und halb geschlossen. Es riecht stark nach Gras, und ich sehe, wie er einen Joint locker zwischen den Fingern hält, als wäre es ein bloßes Accessoire. "Hey", nuschelt er, während er mir den Rauch fast ins Gesicht bläst. "Ich bin Lukas." Seine Stimme ist schleppend, als würde er selbst nicht ganz bei der Sache sein, und er scheint nicht wirklich zu registrieren, was um ihn herum passiert. Ich ziehe die Augenbrauen hoch und nicke knapp, kaum Lust auf ein Gespräch mit jemandem, der so völlig in seiner eigenen Welt festhängt. "Hi", sage ich, mehr aus Höflichkeit, und nehme einen Schluck von meinem Bier, während ich mich nach Franzi umschaue, die immer noch mit Tobi und einem anderen Typen lacht. Lukas kichert leise, ohne ersichtlichen Grund, und lässt ...
... den Joint fast fallen, bevor er ihn gerade noch rechtzeitig wieder auffängt. Er scheint irgendwie verloren, als würde der Raum um ihn herum sich auflösen, und ich spüre, wie meine Geduld dünn wird. Ich hatte mir für den Abend was anderes vorgestellt, mehr Action, mehr Reiz, und nicht so eine verpeilte Nummer, die kaum einen klaren Satz rausbekommt. "Alles gut bei dir?", fragt er nach einer Weile, halb desinteressiert, halb im Rausch, und ich spüre, wie sich mein Blick verdüstert. Ich nicke nur wieder, aber in mir steigt der Drang auf, aufzustehen und mir einen anderen Platz zu suchen. Er kichert wieder, legt den Kopf zurück und starrt an die Decke, als wäre da irgendwas, das ihn unendlich fasziniert. "Kennst du die Sterne?", murmelt er plötzlich, ohne Vorwarnung, und ich kann mir ein Augenrollen nicht verkneifen. Sein Versuch, deep zu wirken, prallt an mir ab, und ich drehe mich leicht weg, mein Bier in der Hand und die Augen auf Franzi, die mir jetzt irgendwie als rettende Anker erscheint. Ich überlege, ob ich nicht einfach zu ihr rübergehen soll, doch dann merke ich, wie Lukas' Hand aus Versehen mein Bein streift, als er den Joint weitergeben will. Es ist keine absichtliche Berührung, nur das Ergebnis von zu viel THC und zu wenig Koordination, aber trotzdem zuckt es durch meinen Körper. Ich schiebe mich ein Stück zur Seite, will nicht noch länger von seinem süßlichen Rauch und seinen halb geschlossenen Augen eingeengt werden. Eigentlich habe ich keine Lust, hier ...