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Verdorben - Fang mich, wenn du kannst
Datum: 24.04.2026, Kategorien: Reif
... zu versacken, nur weil irgendein Typ sich zugeballert hat und jetzt glaubt, den Sinn des Lebens in der Deckenlampe zu sehen. Ich stehe auf, werfe ihm ein kurzes "Ich hol mir was Neues zu trinken" hin und schiebe mich durch die Menge Richtung Küche. Die anfängliche Euphorie der Studentenparty hat sich längst gelegt, und das Wohnzimmer füllt sich mit einem unübersehbaren Chaos aus leeren Bierflaschen, zerknüllten Chips-Tüten und vereinzelten Schnapsflecken auf dem Boden. Franzi hat längst ihren Spaß mit Tobi gefunden, und ich sitze auf der durchgesessenen Couch, halb in Gedanken versunken, während Lukas neben mir immer noch versucht, halbherzige Sätze zu formen, die in seinem verkifften Kopf wahrscheinlich viel tiefgründiger klingen, als sie es tatsächlich sind. Irgendwann fällt das Wort "Taxi", und Franzi und ich beschließen, dass es langsam Zeit wird, diesen Ort zu verlassen. Draußen ist es dunkel, die Straßen schimmern leicht vom Regen, und wir stehen auf dem Gehweg und warten vergeblich auf ein verdammtes Taxi. Die Minuten ziehen sich hin, und der kalte Wind beißt uns in die Haut. Franzi kichert noch immer albern vor sich hin, aber ich bin längst nur noch genervt. Das Handy in meiner Hand zeigt immer wieder "keine Verbindungen verfügbar", und nach dem zehnten Versuch gebe ich auf. "Scheiße", seufze ich und schaue zu Franzi, die nur mit den Schultern zuckt. "Das wird wohl nix." Tobi, der uns begleitet hat, sieht zwischen uns hin und her und lächelt ...
... entschuldigend. "Ihr könnt doch einfach hier pennen, kein Stress. Wir haben 'ne alte Matratze im Flur, ist zwar nicht das Ritz, aber reicht." Ich habe keine Energie mehr, zu widersprechen. "Ja, okay, mir egal", murmele ich, zu müde, um noch großartig zu diskutieren. Franzi nickt begeistert, als hätte sie nichts anderes erwartet, und ich folge ihr zurück in die Wohnung. Es ist mittlerweile egal, die Uhrzeit ist verschwommen, und mein Kopf pocht leicht von den Drinks und der Müdigkeit, die mich einholt. Tobi kramt in seinem Zimmer herum und kommt mit einem alten T-Shirt zurück. "Sorry, ist alles, was ich auf die Schnelle finden konnte", sagt er und drückt es mir in die Hand. Das Shirt riecht nach Waschmittel und einer Spur von ihm, etwas leicht Herb-Männliches. Ich nehme es entgegen, nicke dankend, und schleppe mich ins winzige Badezimmer, das aussieht, als hätte hier vor Wochen die letzte gründliche Putzaktion stattgefunden. Das Licht ist grell, und der Spiegel über dem Waschbecken zeigt mir mein zerzaustes Spiegelbild. Ich ziehe mein Top aus, das nach Rauch und Partynacht stinkt, und werfe es in die Ecke. Dann ziehe ich das Shirt über, das Tobi mir gegeben hat. Es ist viel zu groß, aber gleichzeitig viel zu kurz - es reicht mir gerade mal bis über die Oberschenkel, und ich merke, wie der Stoff locker um meinen Körper hängt. Meine Brüste drücken sich leicht gegen den dünnen Stoff, und ich blicke an mir herunter, ziehe das Shirt ein Stück nach unten, aber es bringt nicht ...