-
Verdorben - Fang mich, wenn du kannst
Datum: 24.04.2026, Kategorien: Reif
... vernebelten Kopf irgendwas zusammensetzt. "Willst du hier pennen?", fragt er schließlich, seine Stimme ein bisschen schleppend und träge, und ich nicke kurz. "Ja, was bleibt mir sonst übrig." Mein Ton ist schärfer, als ich beabsichtige, aber ich bin zu müde, um mich zu entschuldigen. "Cool", murmelt Lukas, und dann setzt er sich neben mich auf die Matratze, die bei seinem Gewicht leicht nachgibt. Ich spüre, wie sich eine ungewollte Nähe aufbaut, als seine Schulter fast meine berührt, und ich rutsche ein Stück zur Seite, um mehr Platz zu schaffen. Aber die Matratze ist schmal, und der Raum reicht kaum, um uns beiden einen vernünftigen Abstand zu gönnen. Lukas zuckt mit den Schultern, wirkt, als wäre ihm das Ganze scheißegal, und legt sich einfach hin, die Arme locker hinter dem Kopf verschränkt. "Ich penne hier", sagt er, als wäre es das Normalste der Welt, und schließt die Augen, bevor ich noch irgendwas einwenden kann. Es ist nicht so, dass ich großartige Alternativen habe - entweder ich schlafe auf dieser schmalen Matratze neben ihm oder ich verbringe die Nacht auf der Couch, die aussieht, als hätte sie schon bessere Zeiten gesehen. Ich setze mich hin, die Knie angezogen, und beobachte ihn kurz. Sein Atem geht ruhig, und ich frage mich, ob er wirklich schläft oder nur so tut, um die Stille zwischen uns nicht noch unangenehmer zu machen. Ich lege mich schließlich neben ihn, meine Beine angewinkelt, und ziehe das Shirt noch einmal nach unten, als würde es ...
... dadurch länger werden. Die Matratze ist hart, der Stoff kratzt, und Lukas' Körperwärme strahlt wie eine heiße Wand gegen meinen Rücken. Ich drehe mich von ihm weg, versuche, die Augen zu schließen, aber die Geräusche aus Tobis Zimmer sind nicht zu überhören - das leise Quietschen eines Bettes, gedämpfte Stimmen, ab und zu ein Kichern, das durch die dünnen Wände dringt. Es ist ein seltsames Gefühl, hier so auf der Matratze zu liegen, barfuß und in einem T-Shirt, das kaum etwas verdeckt, neben einem Typen, den ich kaum kenne und der sich offensichtlich schon in eine andere Sphäre gekifft hat. Jede Bewegung fühlt sich an wie eine kleine Explosion der Unbeholfenheit, als ich versuche, mich irgendwie zurechtzulegen, ohne ihm zu nahe zu kommen. Die Matratze gibt bei jedem kleinen Zucken nach, und ich spüre Lukas' Atem gegen meinen Nacken. "Alles gut?", murmelt er leise, fast so, als hätte er meine Anspannung bemerkt, und ich antworte nur mit einem kaum hörbaren "Ja". Mein Blick ist auf die Decke gerichtet, die Stimmen aus Tobis Zimmer verschwimmen, und ich versuche, den Tag und die Situation einfach nur hinter mich zu bringen. Es ist unbequem, es ist alles andere als das, was ich mir für den Abend vorgestellt hatte, aber irgendwie ist es mir jetzt nur noch egal. Ich liege auf der Matratze und versuche irgendwie zur Ruhe zu kommen, aber es ist aussichtslos. Tobis Zimmer liegt direkt neben dem Wohnzimmer, und es dauert keine zwei Minuten, bis die Geräusche anfangen: Das ...