1. Unsere Tochter Alicja – die Fünfte


    Datum: 27.04.2026, Kategorien: Schamsituation

    ... unregelmässig, haben keine festen Tage oder so“, fing er an, „meistens wird unter den Kollegen herumgefragt, wer wann Zeit hat und sich dann verabredet.“ „Und mit wem spielst du da so?“ Wollte ich wissen. Er zählte mir, dass es immer die gleichen sechs sind, aber in wechselnder Besetzung. „Rüdiger und Horst kennst du ja. Dazu kommen noch Bernhart aus der Rechtsabteilung, Norbert aus der Technik und Manne. Der heisst Manfred und ist einer der Lkw Fahrer bei uns“ erklärte er. Manne, so erfuhr ich, bringt ab und zu seine Frau mit. Einerseits soll sie aufpassen, dass er nicht zu viel verspielt und zum anderen uns ablenken. Sie kommt meistens in so einem Hasenkostüm, so was Ähnliches wie die Mädels beim Playboy anhaben.
    
    Gespielt wird um echtes Geld. Bei Beginn kann jeder einhundert Euro in Chips wechseln. Dann noch einmal fünfzig Euro. Auch die Rangliste der besten Spieler kam zur Sprache.
    
    Ich weiss nicht, wie lange wir geredet haben, aber irgendwann waren unsere Gläser leer und wir gingen zurück zur Bar. Dabei fiel mir auf, dass Alicja und die anderen beiden nicht mehr anwesend waren. Ich sah meine Frau, die mit Margot in der Sitzgruppe neben der Bar sassen und sich angeregt unterhielt. Daneben Zofia, die an einem der Flipper spielte. Aber keine Spur von den dreien. „Sollte ich mir Sorgen machen“ dachte ich so. Beunruhigt setzte ich mich auf einen der Barhocker und reichte Gunnar mein leeres Glas. Er hielt es fragend hoch: „Nochmal das gleiche?“ Ich nickte. Sah ihm dann ...
    ... beim Mixen zu und war doch mit den Gedanken woanders. Genau in dem Moment, wo er mit unseren Getränken fertig war, kam Alicja um die Ecke und fragte: „Kann ich gleich eine Bestellung aufgeben? Ja? Dann hätte ich gerne zwei Wodka Cola und einen Sekt. Danke“ Gunnar schaute etwas verwundert und sie fügte an: „Wodka Cola ist für Heiner und Sabine, der Sekt für mich.“ Bevor er etwas sagen konnte und zum Sekt greifen konnte, sagte ich: „Mix ihr doch auch so einen. Der ist nämlich richtig lecker“ und zeigte dabei Alicja mein Glas. „Aber sofort, die Herrschaften.“ Sagte er mit der Verbeugung eines Dieners. Wir mussten lachen. Als Alicja so neben mir stand und auf die Getränke wartete, fiel mir auf, dass irgendetwas an ihr anders war. Nicht nur, dass sie roch, als hätte sie frisch geduscht, nein sie glänzte auch irgendwie. Als sie die Getränke bekam und mit dem Tablett zu einem der zwei Bartische ging, schaute ich ihr nach. Und tatsächlich glänzte sie am ganzen Körper. Die bunten Lichter der Dekoration spiegelten sich auf ihrer Haut. Sie stellte das Tablett auf den Tisch ab und verteilte die Getränke. Als sie gekostet hatte, schaute sie zu uns rüber und hob das Glas in die Höhe, als wolle sie sagen: „Super! Danke!“ Und widmete sich dann wieder den beiden. Kam mir irgendwie seltsam vor.
    
    Wir schlenderten wieder zum Pokertisch und setzten uns so hin, dass wir alles im Blick hatten. Aber nicht wirklich absichtlich.
    
    Die Lehrstunde ging in die zweite Runde. Vertieft im Gespräch, bekam ...