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Unsere Tochter Alicja – die Fünfte
Datum: 27.04.2026, Kategorien: Schamsituation
... aufzutauchen. Die Haushälterin wirkte etwas ratlos, stand in der Küchentür und suchte Margots Blick. Auf ihr fragendes Schulterzucken reagierte Margot nur mit einem kaum merklichen, aber bestimmten Nicken. Meine Frau huschte an mir vorbei, und ich zischte ihr leise entgegen: „Was soll das werden?“ Sie wich meinem Blick aus und sagte nur kurz, fast beiläufig: „Lass mich mal machen.“ Und steuerte direkt auf Alicja zu. „Was heisst hier, lass mich mal machen?“ Schoss es mir durch den Kopf, „Diesmal werde ich dazwischen gehen, wenn es sein muss.“ Sie unterbrach das Gespräch der drei und kam mit Alicja zurück. Mit einem Warnenden blick und dem entsprechenden Tonfall sagte ich: „Mach keinen Blödsinn!“ Sie winkte ab und sagte tonlos: „Alles in Ordnung.“ Doch Alicjas panischer Blick lies mich böses Ahnen. Sie verschwanden in der Küche. „Probleme?“ Hörte ich hinter mir. Gunnar hatte wohl meine Besorgnis mitbekommen. Ich schüttelte den Kopf, wollte noch nicht eingreifen. „Alles in Ordnung.“ Sagte ich und hoffte, dass ich Recht behalte. Dann kam meine Frau aus der Küche. „Entschuldige.“ Sagte ich und ging zu ihr. „Was zum Teufel hast du jetzt schon wieder angestellt?“ Wollte ich wissen. Doch bevor sie mir antworten konnte, sah ich Alicja in der Küchentür. Als sie mich erblickte, hob sie kurz den rechten Daumen, als Zeichen, dass alles in Ordnung ist, und verschwand in der Küche. Fragend schaute ich meine Frau an. Die zuckte mit den Schultern und meinte: „Kleine Überraschung.“ ...
... Grinsend ging sie wieder zu Zofia und Margot. Beide stellten noch schnell einige der Namensschilder um. „Also? Wohl doch alles in Ordnung.“ Hörte ich Gunnar wieder. Diesmal drehte ich mich um. Er lächelte freundlich und zeigte auf mein leeres Glas. „Noch eins?“ Fragte er. Die Erleichterung, dass die Aufregung um die Küchenaktion meiner Frau offenbar unbegründet war, ließ meine Anspannung sinken. Ganz sicher war ich mir aber nicht. Mit einem dankbaren Nicken nahm ich das frisch gefüllte Glas von Gunnar entgegen. Genau in dem Moment, als ich einen beruhigenden Schluck nehmen wollte, hallte ein klarer Gong durch den Raum und zog augenblicklich alle Aufmerksamkeit auf sich. Margot trat nun in die Mitte des Esszimmers und ergriff das Wort: „Darf ich um eure Aufmerksamkeit bitten. Der Gong bedeutet, dass jetzt das Essen serviert wird, und daher bitte ich euch, dass ihr eure Plätze einnehmt. Achtet auf die Namensschilder. Danke.“ Alle machten sich auf und gingen zu ihren Plätzen. An der linken Stirnseite, mit Blick auf die Küche, sassen Margot und Gunnar. Ihnen gegenüber Heiner und Sabine. Meine Frau und ich sassen, mit dem Rücken zur Terrasse, auf der linken Längsseite. Zofia und Alicja uns gegenüber. Wobei Alicja der Küche am nächsten sass. Als alle ihren Platz eingenommen hatten, ergriff Margot wieder das Wort: „Heute haben wir noch eine kleine Überraschung. Auf ausdrücklichen Wunsch haben wir heute Unterstützung für Elfriede.“ Dabei zeigte Margot auf die Küchentür. Dort ...