1. Unsere Tochter Alicja – die Fünfte


    Datum: 27.04.2026, Kategorien: Schamsituation

    ... hatte es mitbekommen und im strengen vorwurfsvollem Ton gefragt: „Hast du ihr jetzt etwa Trinkgeld gegeben?“ Gunnar lächelte breit und zuckte mit den Schultern, als wolle er sagen: „Tut mir leid, aber warum nicht.“ Alicja hob die Hand und wedelte etwas hin und her, aber man konnte den Schein nicht erkennen. Alle fanden es lustig und die Stimmung stieg.
    
    Die zweiteilige Schiebetür, die fast die gesamte Breite des Raumes einnahm, glitt beiseite und enthüllte ein recht grosses Zimmer. In der linken Ecke befand sich eine gut bestückte Bar mit einigen Barhockern, wie es in den 80ern üblich war. Daneben lockte ein Spielautomat, ein einarmiger Bandit, gefolgt von einer gemütlichen Sitzgruppe. Rechts und links mit einer Art Raumteiler, um sich ungestört zu unterhalten. Über eck dann, zwischen zwei Flipper, wieder ein einarmiger Bandit. An der gegenüberliegenden Wand nochmal zwei Sitzgruppen zwischen einem Shuffleboard und einem Kicker. Rechts an der Wand stand ein Regal mit Spielzeug und Bücher. Davor, etwas in den Raum gerückt, ein großer, runder Pokertisch für sechs Personen. Direkt hinter der Schiebetür standen noch zwei Bartische ohne Stühle.
    
    Bevor sich alle verteilten, bat Margot Alicja und Zofia zu sich. „Heute Vormittag war hier ein seltsamer alter Mann. Der hatte einen roten Mantel an und so eine rote Mütze auf dem Kopf“, fing sie an, „der hat nach euch beiden gefragt. Da ihr aber nicht hier wart, gab er mir diese Päckchen und bat mich, sie euch zu überreichen.“ Beide ...
    ... bekamen nun ein hübsch verpacktes Geschenk und bedankten sich artig. Zofia nimmt das Päckchen, mustert es kurz und sagt dann mit einem wissenden Lächeln zu Margot: „Richte dem 'Weihnachtsmann' bitte auch liebe Grüsse von mir aus. Und sag ihm, nächstes Mal kann er das Kostüm weglassen.“ Dann drehte sie sich um und ging zu ihrer Mutter. Jetzt mussten alle lachen. Margot meinte nur: „Diese Kinder heutzutage. Denen kann man nichts mehr vor flunkern.“
    
    Wir gingen zur Bar, wo jetzt Elfriede stand und unsere Bestellungen erwartete. Meine Frau und Margot nahmen Sekt. Zofia hatte auch daran Gefallen gefunden. Bekam aber die alkoholfreie Version. Was Hainer und Sabine hatten, konnte ich nicht sehen. Alicja schaute zu mir, als wolle sie fragen: „Darf ich auch richtigen Sekt? Biittee.“ Elfride schien auch auf eine Antwort zu warten. So nickte ich als Zustimmung. Damit begann der gemütliche Teil.
    
    Zofia ging zu ihrer Mutter und sie öffneten erst mal ihr Geschenk. Sie hatte sich riesig gefreut. Margot hatte sich in der Zwischenzeit bei den beiden eingefunden und als Dank fiel Zofia ihr herzlich um den Hals.
    
    An Form und Grösse konnte ich ahnen, was das Geschenk ist, und wurde bestätigt. Nur mit dem Smartphone hatte ich nicht gerechnet. Auch Alicja, die mit Hainer und Sabine in der Sitzgruppe, zwischen dem Shuffleboard und dem Kicker sass, öffnete ihr Geschenk. Sie war begeistert. Stand auf und ging zu Margot und schloss sie zum Dank kurz in die Arme.
    
    „Eigentlich hätte diese Umarmung ...
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