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Ein erzwungenes Leben als Frau 2
Datum: 29.04.2026, Kategorien: Transgender,
... und wandte mich den Kartons auf dem Tisch zu und ich begann sie nach und nach zu öffnen. Was ich fand, war allerdings kein Kostüm wie ich es damals als Nscho-Tschi zum Fasching getragen hatte, sondern Dessous der billigsten und aufreibendsten Art, Nylonstrümpfe mit Strapsen und High Heels. Ja, würde ich damit nicht wie eine Nutte aussehen? Erlaubte sich Heinrich einen Scherz mit mir? Wollte er prüfen, ob ich erkennen könne, was schicklich und was nicht schicklich ist? Tragen Transgender-Schamanen solche Sachen? Dachte ich und ich wollte schon hinüberlaufen zu Heinrich in sein Arbeitszimmer, um zu protestieren. Doch da wurde mir schlagartig klar, dass eine Frau ja nichts zu protestieren hat, wenn der Herr des Hauses etwas anordnet und ich erkannte, meine erste Prüfung war wohl die, zu testen, ob ich gefügig genug war, Dinge zu tun, die meiner eigenen Logik zuwiderliefen, denn kein Mann und Herr, wenn er den Namen denn verdient, erwartet jemals Logik von einer Frau. Also zog ich all die Sachen an, wie mir geheißen. Alles passte wunderbar. Als ich die schwarzen Netzstrümpfe mit den filigranen Blumenmustern an meinen haarlosen glatten, schlanken Beinen betrachtete und die pechschwarzen, lackglänzenden High Heels an meinen Füßen sah, auf denen ich sofort gut laufen konnte, weil ich immer heimlich mit den hochhackigen Schuhen meiner Schwester geübt hatte, spürte ich eine stark feminisierende Wirkung in meinem Wesen. Bei dem Gedanken jetzt ein aufreizendes Ding zu sein, ...
... rieselte es mir freudigschaudernd den Rücken hinunter. Es war als drifte ich schlagartig in eine Rolle und ein Wesen hinein, das schlummernd in mir auf dieses Startsignal nur gewartet hatte. In einer der Kisten waren sogar Schminksachen und ein Spiegel. Jetzt kam mir zugute, dass ich mich schon oft mit den Schminksachen meiner Schwester heimlich geschminkt hatte. So ging mir das Schminken leicht von der Hand. Nicht auszudenken, wie ungeschickt sich jetzt ein junger Bursche angestellt hätte, der zeitlebens nichts anderes glaubte zu sein, als ein richtiger Bursche. Heinrich musste sofort erkannt haben, was ich in meinem Innern war. Einen normalen Burschen hätte gewiss selbst er nicht umdrehen können. Eine gewisse Vorprägung zum Transgender, muss in den Genen vorhanden sein und diese muss dann auch noch durch eine passende Erziehung in dieselbe Richtung verstärkt werden. All das, war bei mir sicher der Fall. Ein ums andere Mal war ich ja schon in prekäre Situationen mit Herren geraten, die mich aufgrund meines femininen Gesichts und meiner eher weiblich wirkenden Figur für ein Mädchen gehalten hatten. Besonders bei Dorffesten mit Angetrunkenen, hatte ich mich erwehren müssen hinter manchem Klohäuschen oder Bierzelt, was auch für eine Entwicklung hin zum Mann für einen Jüngling hinderlich sein kann, zumal, wenn er sich nicht sicher ist, ob er sich überhaupt wehren will oder, ob er eher nachgeben will. Aus Angst, man könnte mir am Ende böse sein, nachgegeben zu haben, gab ich ...