1. Ein erzwungenes Leben als Frau 2


    Datum: 29.04.2026, Kategorien: Transgender,

    ... nicht nach. Hielt man mich doch in diesen Momenten der höchsten Anspannung und Erregung für etwas anderes, als ich ja eigentlich war. Aber was war ich eigentlich? Eine Frage, die ich mir stets nicht recht beantworten konnte. Womöglich gab es keine Kategorie, in die ich passte.
    
    Jetzt, mit den aufreizenden Sachen am Leib und dem schön lieblich geschminkten Gesicht, das ich ganz selbstverliebt im Spiegel betrachtete, war ich mir sicher ein weibliches Wesen zu sein. Der hellblaue Lidschatten passte prächtig zu den honiggelben Haaren, die meinen Kopf umrahmten und den, durch den rosaroten Lippenstift sehr voll wirkenden Lippen. Fast mochte ich mein Spiegelbild selbst küssen so sinnlich und schön kam es mir vor.
    
    Doch da hörte ich die Tür hinter mir knarrend ins Schloss fallen. Ich fuhr herum, furchtsam wie es gewöhnlich nur wohlproportionierte Jungfrauen zu tun pflegen, die von überall her Übergriffe von Unholden zu fürchten haben. Da stand dieser alte Kerl von der Weide von vorhin doch tatsächlich hier in der Küche von Heinrich und kam sogar näher auf mich zu, mit einem tollen Blick mit aufgerissenen triefenden Augen, der den Wüstling mehr als nur erahnen ließ. Scheinbar durch meine Aufmachung, war ich jetzt in einem seelisch opferbereiten Zustand, der mir ein mannhaftes Entgegentreten gar nicht mehr erlaubte. Ich wich nur, ohne ein Wort herauszubringen furchtsam zurück, Schritt um Schritt, bis ich mit dem Rücken an die rückwärtige Küchenwand anstieß. Auf der Stelle ...
    ... wurde mir klar, dass Frausein eine Einstellungssache ist. Durch meinen Aufzug und meine Schminke im Gesicht, war ich einfach kein Mann mehr, zumal ich ja nie wirklich einer gewesen war. Trotz meiner neunzehn Jahre, war ich bisher ohnehin nicht zum Mann gereift und die momentane Szene, war dazu geeignet, eine solche Entwicklung mindestestens auf lange Zeit, wenn nicht für immer, zu blockieren und zu verhindern. Mich durchzuckte die Erkenntnis, dies sei nichts als eine weitere schicksalshafte Schlüsselszene, von denen es bei mir im Laufe meines Heranwachsens etliche gegeben haben musste. Es ist ja oft erstaunlich, wie viel man noch denken kann in gefährlichen Momenten. Natürlich verhindert solch ein übermäßiges Denken auch das richtige tatkräftige Handeln. Tatkraft schien das letzte zu sein, was in dem Moment noch von mir zu erwarten war.
    
    Kleider machen nicht nur Leute, sie machen auch, wenn es die geeigneten sind, die aufreizend wirken, aus Männern Frauen.
    
    So gestimmt, konnte ich nur noch zuschauen, wie der Alte heran huschte und seine Hand auf mein zart bestrumpftes Bein legte, das natürlich mit seinem feinen Schmuck recht herausfordernd wirken musste. Natürlich ist ein Herr der Lämmer mit eigener Hand zu kastrieren in der Lage ist, keineswegs zimperlich, dachte ich jetzt überflüssigerweise.
    
    Langsam ließ er seine Hand auf meinem Innenschenkel höher und höher rutschen und war schon fast an meiner empfindsamsten Stelle angelangt, die ich jetzt nicht zu offenbaren bereit ...
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