1. Anna -Teil drei- das Büro


    Datum: 30.04.2026, Kategorien: Schamsituation

    Montag Morgen, das schrille, digitale Piepen meines Weckers um 6:30 Uhr war ein Akt der Gewalt. Es riss mich aus den letzten, süßen Fetzen eines Traums, in dem ich noch immer auf meinem Altar thronte, umgeben von der Wärme anbetender Körper und dem Glanz von poliertem Schwarz. Die Realität, die mich empfing, war die graue, unbarmherzige Morgendämmerung eines Montags. Mein Körper, noch immer ein Echo der Ekstase vom Wochenende, protestierte mit jedem Muskel, als ich mich aus den Laken schälte. Die Göttin war tot. Es war Zeit, die Sekretärin wiederzubeleben.
    
    Der erste Schritt der Rückverwandlung fand unter dem heißen Strahl der Dusche statt. Das Wasser prasselte auf meine Haut und wusch die letzten Spuren von Schlaf und Traum von mir. Dann begann das eigentliche Ritual, eine Handlung von fast chirurgischer Präzision, die für meinen Beruf ebenso unerlässlich war wie für meine privaten Leidenschaften: die Rasur. Ich schäumte meine Beine, meine Achseln und den Bereich zwischen meinen Schenkeln mit einer dicken, cremigen Seife ein. Mit einer frischen, scharfen Klinge zog ich lange, gleichmäßige Bahnen. Ich liebte dieses Gefühl. Die Klinge glitt über meine Haut und hinterließ nichts als makellose, fast unnatürliche Glätte. Es war eine Vorbereitung, eine Reinigung der Leinwand. An diesem Morgen fühlte es sich an, als würde ich die Spuren der Göttin abtragen, um Platz für die Angestellte zu schaffen. Als ich fertig war, war meine Haut seidig, empfindsam und bereit, eingekleidet zu ...
    ... werden.
    
    Nachdem ich mich abgetrocknet und meine Haut mit einer dezent duftenden Lotion eingecremt hatte, trat ich vor meinen Kleiderschrank. Die linke Seite war ein Abgrund aus schwarzem, glänzendem Latex, eine schlafende Armee der Lust. Die rechte Seite war das Arsenal von "Fräulein Anna". Eine geordnete Reihe von Bleistiftröcken, Seidenblusen und Pumps. Die Uniform. An den meisten Tagen akzeptierte ich diese Dualität. An manchen Tagen, wie heute, empfand ich sie als eine Herausforderung. Ein Funke Rebellion zündete in mir. Ich wollte nicht alles von der Nacht hinter mir lassen. Ich brauchte ein Geheimnis, einen Anker in meiner anderen Welt, um diesen Tag zu überstehen.
    
    Mein Blick fiel auf eine kleine, unscheinbare Schublade. Ich zog sie auf. Darin lagen meine kleineren Latex-Sünden. Handschuhe, Halsbänder und eine Auswahl an Unterwäsche. Ich griff nach einem einfachen, aber perfekt geschnittenen schwarzen Latex-Thong. Er war dünn, nahtlos und würde unter der strengen Uniform unsichtbar sein. Aber ich würde ihn spüren. Das war alles, was zählte.
    
    Ich zog ihn an. Die kühle, glatte Umarmung des Gummis auf meiner frisch rasierten, empfindsamen Haut war ein elektrischer Schock. Es war eine sofortige, geheime Verbindung zu meinem wahren Ich. Eine zweite Haut unter der Haut, die ich der Welt zeigen musste. Ein leises Quietschen, als ich mich bewegte, nur für meine Ohren bestimmt. Ein geheimes Versprechen, das nur ich kannte.
    
    Nun zur offiziellen Uniform. Ich griff nach ...
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