1. Anna -Teil drei- das Büro


    Datum: 30.04.2026, Kategorien: Schamsituation

    ... meines Septums nach unten, sodass er für einen Moment sichtbar war. Ninas Augen wurden groß. "Wow! Anna, das ist ja der Hammer! Das steht dir bestimmt super!", flüsterte sie begeistert. "Seit wann hast du das?" "Seit Samstag", murmelte ich und klappte es ebenso schnell wieder nach oben in sein Versteck. "Aber wehe, du sagst ein Wort." Sie legte sich die Hand auf den Mund und nickte verschwörerisch. Sie ahnte nicht, dass dieses kleine Stück Metall nur die harmlose Spitze eines sehr großen, sehr dunklen Eisbergs aus Latex und Piercings war.
    
    Gerade als ich zu meinem Platz zurückkehren wollte, kam Florian, der Juniorchef, aus dem Büro seines Vaters. Er war dreißig, trug einen perfekt sitzenden Anzug, und sein Lächeln hatte schon mehr als eine Kollegin aus dem Konzept gebracht. Unsere Blicke trafen sich nur für einen Sekundenbruchteil. Aber es reichte. Ein vertrautes Kribbeln durchfuhr meinen Bauch, und ich spürte, wie sich eine leichte, verräterische Feuchtigkeit in meinem Schritt ausbreitete, direkt dort, wo das kühle Latex auf meiner Haut lag. Ich senkte schnell den Blick und ging zu meinem Schreibtisch, mein Herz pochte ein wenig schneller.
    
    Die Mittagspause war eine kurze, aber leider trügerische Oase der Normalität. Als ich zurückkam, wurde ich sofort vom strengen Blick der Chefsekretärin empfangen. Stefanie. Mitte vierzig, das Haar zu einem makellosen Chignon gesteckt, ihre Haltung so gerade wie ein Lineal. Sie leitete das Büro mit eiserner Hand und einer Aura ...
    ... unantastbarer Perfektion. Wenn sie etwas brauchte, standen Nina und ich stramm. Es war uns ein ewiges Rätsel, wie sie mit ihren fast drei Zentimeter langen, immer perfekt blutrot lackierten Fingernägeln schneller und fehlerfreier tippen konnte als wir beide zusammen. Ihre Nägel klickten auf der Tastatur wie die Klauen eines Raubtiers.
    
    Ihr Blick traf mich wie ein physischer Schlag. "Fräulein Anna, in mein Büro. Sofort." Ihre Stimme war leise, aber scharf wie eine Klinge. Mir gefror das Blut in den Adern. Ich folgte ihr in ihr gläsernes Reich, das sie wie eine Spinne im Netz beherrschte, und schloss die Tür hinter mir. Sie deutete auf den Stuhl vor ihrem Schreibtisch, ohne mich anzusehen, und studierte eine Akte. Sekunden vergingen, die sich wie Stunden anfühlten. Dann klappte sie die Akte zu, verschränkte die Hände mit den furchterregenden Nägeln auf der Schreibtischplatte und sah mich zum ersten Mal direkt an. Ihr Blick war kalt und analytisch.
    
    "Setzen Sie sich", sagte sie tonlos. Und dann, ohne jede weitere Einleitung: "Erzählen Sie mir von dem neuen Piercing in Ihrer Nase."
    
    Ein eisiger Schauer lief mir über den Rücken. Ertappt. Es hatte keinen Sinn zu leugnen; Stefanies Blick bohrte sich in mich, als könnte sie das kleine Stück Metall direkt durch meine Haut sehen. Ich schluckte. "Ich... es ist ein Septum, Frau Stefanie", stammelte ich und meine Stimme war kaum mehr als ein Hauchen.
    
    "Ein Septum", wiederholte sie tonlos, ohne eine Miene zu verziehen. "Fräulein Anna, Sie ...