1. Johanna Morgenthau und die Suche nach dem Zimteis Kapitel 4


    Datum: 01.05.2026, Kategorien: BDSM

    ... ignorieren aber ihr Körper kann nicht anders.
    
    Erneut ein Schlag auf die Brüste.
    
    Sie schaut Michael an: „Bitte, ich will nicht kommen, nicht so.“
    
    Kurz darauf löst sich ihr Orgasmus, sie schreit eine Mischung aus Schmerz und Geilheit heraus. Sie zittert am ganzen Körper, er schlägt weiter zu während sie ihren Orgasmus hat.
    
    Michael löst die Streckbank etwas, gerade soweit, dass ihre Gelenke nicht mehr schmerzen. Er lässt sie so gefesselt liegen, macht das Licht aus und verlässt den Raum.
    
    Johanna liegt da. Sie liegt da lange. Schwebt in der Dunkelheit. Sie spürt die Liege nicht mehr. Sie hat jedes Gefühl für Raum verloren, sie driftet dahin in der kosmischen Leere ihres Verstandes.
    
    Vergeht überhaupt Zeit? Ist sie eingefroren, in einem Stasefeld gefangen?
    
    Irgendwer ist hier.
    
    Sie spürt etwas Spitzes, das über ihre Haut fährt. Krallen? Über ihr taucht ein Gesicht auf. Trotz der Dunkelheit kann sie es klar erkennen. Es ist ihr Gesicht. Nur mit kleinen Hörnern auf dem Kopf, spitzen Ohren und vertikalen Pupillen.
    
    Sie lächelt sich selbst an. Ihr Mund ist blutig, Blut tropft auf ihren Mund. Dann presst sie sich selbst einen blutigen Kuss auf den Mund.
    
    Schließlich kommt Michael zurück und macht sie los. Er hebt sie von der Liege. Er will sie tragen, aber sie besteht darauf, dass er sie absetzt. Sie kann kaum stehen aber es ist eine Frage des Stolzes für Johanna. Spontan umarmt sie Michael.
    
    Michael fragt: „Wie fühlst du dich?“
    
    Sie schmiegt sich noch ein ...
    ... wenig an ihn, dann antwortet sie. „Irgendwie alles auf einmal. Ich liebe dich, Michael. Und ich hasse dich dafür. Ich hasse es, dass du die Frau dazu geholt hast. Aber vor allem fühle ich mich nicht mehr schuldig. Es ist alles vergeben und vergessen?“
    
    „Alles ist vergeben und vergessen. Ich liebe dich auch.“
    
    „Ich möchte unbedingt hier bleiben. Bei dir. Ich vertraue dir, selbst nach dem was heute passiert ist.“
    
    Er antwortet: „Dann vertraue ich dir auch.“
    
    Sie schläft in dieser Nacht bei Michael, hat sich eng an ihn gekuschelt. Mitten in der Nacht wacht sie auf einmal auf. Sie schaut sich um. Es ist stockfinster, sie kann selbst mit Mühe nur ganz vage Konturen erkennen. Sie erhebt sich.
    
    Es gibt einen großen, wandhohen Spiegel in seinem Schlafzimmer. Johanna schaut in den Spiegel. Dort sieht sich sich, ihr Spiegelbild ist als einziges gut zu erkennen. Aber ihr Spiegelbild hat leuchtende Augen die einen grünen Schimmer auf ihr Gesicht werfen. Kleine Hörner auf dem Kopf. Ein dünner Schwanz ist hinter ihr sichtbar. Von ihrem Rücken entfalten sich große, ledrige Schwingen, wie bei einer Fledermaus. Johanna tritt auf den Spiegel zu, schaut ihrem Spiegelbild in die Augen.
    
    Ihr Spiegelbild grinst ein Haifischgrinsen und sagt: „Bald.“
    
    Johanna wird schummrig, sie torkelt zurück und fällt auf das Bett.
    
    Johanna schläft lange, als sie aufwacht ist Michael schon lange aufgestanden. Sie bleibt im Bett liegen.
    
    Barbara besucht sie, hat ein Tablett dabei: „Hallo Johanna. ...
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