1. Julias Weg - Kap. 1


    Datum: 06.05.2026, Kategorien: Romane und Novellen,

    ... nicht mehr. Julia saß jeden Tag neben anderen Mitarbeitern.
    
    Heute hatte sie Glück und fand noch eine freie Vierer-Insel. Sie fuhr ihren Rechner hoch und fing an zu arbeiten. Schnell war sie im Flow und hackte ihre Befehle in den PC. Sie kam gut voran und entschied nach einer Stunde, dass es Zeit für einen Kaffee und eine Zigarette wurde. Auf dem Weg zum Raucherplatz zog sie sich einen der wirklich guten Kaffee-Kreationen dieses Hauses am Automaten. Sie genoss sowohl den Kaffee als auch ihre Zigarette.
    
    Dann erblickte sie Dilara, die gerade auf dem Weg Richtung Haupteingang war. Auch Dilara sah Julia, loggte sich schnell im Zeiterfassungssystem ein und kam zu ihr. Julia bot ihr eine Zigarette an und lächelte sie an. Dilara trug heute wieder eine Baggy-Hose und einen dunklen Hoodie. Es war nichts zu erahnen von ihren schlanken Beinen und ihren wahnsinnigen Brüsten.
    
    „Wie geht's dir, Babe?", wollte Dilara wissen und lächelte sie schelmisch an.
    
    „Hör bloß auf, ich bin völlig durch."
    
    „Echt? Mir geht's richtig gut heute."
    
    „Na du kommst ja auch jetzt erst zur Arbeit", lachte Julia. „Und außerdem hattest du heute Nacht noch Sex", fügte sie in Gedanken nicht ohne einen Hauch von Bitterkeit über ihre eigene Situation hinzu.
    
    „Dafür hau ich aber auch um drei wieder ab." Beide lachten und gingen ins Gebäude. Für Dilara war glücklicherweise noch ein Platz an der Arbeitsinsel frei, so dass beide den Arbeitstag gemeinsam verbrachten. Die beiden übrigen Plätze waren ...
    ... mittlerweile durch Marek und Abhinava besetzt, den alle nur Abi nannten. Er war ein absoluter Spezialist aus Indien.
    
    Pünktlich um 15:00 Uhr beendete Dilara ihr Tagesgeschäft.
    
    „Noch was trinken?", fragte sie Julia. Die war eigentlich völlig müde und freute sich seit der Mittagspause wahnsinnig auf ihre Couch.
    
    „Komm, Baby!", drängte Dilara und streckte ihre Hand aus.
    
    Julia fuhr ihren Rechner herunter und folgte Dilara. Die ausgestreckte Hand nahm sie nicht an.
    
    „Aber nicht so lange heute, ich bin voll müde."
    
    Dilara lotste sie am Zeiterfassungsgerät vorbei zum Raucherbereich und bot ihr eine Zigarette an. Dort standen sie noch eine halbe Stunde und tratschten über das Büro.
    
    „Kommst du mit zu mir, bevor wir in die Stadt gehen? Muss mich noch umziehen. Und dir müssen wir safe auch noch was anderes anziehen. Mit deinen Jeans zieh ich nicht mit dir los. So geil dein Arsch auch darin aussieht, Baby." Sie gab Julia dabei ein Klaps auf den Po.
    
    „Ich habe nichts anderes dabei."
    
    „Kein Problem, ich leih dir was. Dein Auto lässt du am besten hier stehen. Ich wohne in der Nähe."
    
    Sie machten sich auf den Weg zu Dilara. Julia hoffte, dass niemand gesehen hatte, wie sie sich erst nach einer langen Pause ausgeloggt hatten.
    
    Dilara wohnte in einer kleinen Zweizimmerwohnung in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt. Sie holte aus der kleinen Küche zwei Dosen Prosecco und reichte eine davon Julia. „Prost, Baby!", sagte Dilara und sie nahmen den ersten Schluck. Julia war es nicht ...
«12...101112...21»