1. Ein Herbstspaziergang


    Datum: 07.05.2026, Kategorien: 1 auf 1,

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    Weihnachten stand vor der Türe.
    
    Marion sprach am Abend über unsere Pläne für die Feiertage. Sie meinte, dass sie mich ihren Eltern erst im neuen Jahr vorstellen wollte. Ich war erleichtert. Puh, sagte ich, ich hatte schon Sorge, dass du mich ausgerechnet an Weihnachten da mit hinschleppen wolltest. Nein, sagte sie, das wollte ich dir nicht antun. Ich verbringe Heiligabend und den ersten Weihnachtstag immer traditionell bei meinen Eltern, mit meinem Bruder und seiner Familie. Die haben, genau, wie du einen Jungen und ein Mädchen. Was hattest du so geplant?
    
    Ich antwortete, dass ich Heiligabend ins Altenheim zu meinem Vater fahre, der kann seit dem Tod von Mutter, vor 5 Jahren, sich nicht mehr selbst versorgen. Und die Feier dort ist wirklich nett und wir machen das eben schon seit 5 Jahren so. Am 1. Weihnachtstag kommen meine Kinder und wir essen zusammen und machen dann die zweite Bescherung. Am 2. Weihnachtstag wollte ich gerne zu dir kommen, mich nochmal so richtig voll fressen, ich musste grinsen und dann ein kleines Geschenk überreichen. Schenk mir bloß nichts, begehrte Marion auf, diese Hin und Her Schenkerei finde ich doof. OK sagte ich und dachte bei mir und ob du eine Geschenk von mir bekommst. Die Zeit verflog nur so, natürlich haben wir uns regelmäßig gesehen gingen shoppen und besorgten die letzten Geschenke für die Kinder.
    
    Am 2. Weihnachten stand ich nachmittags vor ihrer Türe und klingelte. Marion begrüßte mich schon an der Wohnungstür stürmisch ...
    ... und wünschte mir nochmals frohe Weihnachten. Mir fielen die Päckchen aus der Hand. Du solltest doch nichts mitbringen sagte sie. Och, nur ne Kleinigkeit sagte ich, ist doch Weihnachten! Wir gingen ins Wohnzimmer und setzten uns und ich reichte ihr das erste Päckchen an. Das passt zu dir, glaube ich. Ihre Augen strahlten, sie schaute mich mit ihren grünen Augen an, ach Liebster, wir wollten uns doch nichts schenken, wir haben uns doch, das reicht.
    
    Marion packte nun ihr Geschenk aus. Öffnete die Schachtel und dann fuhr ihre Hand zum Mund. Huch meinte sie, das ist aber ein toller Stein. Ich hatte einen Smaragd als Halskette arbeiten lassen, der so ziemlich genau ihre Augenfarbe hatte. Die Kette war nicht zu lang, sodass man den Stein genau oberhalb des Dekolletés platzierte. Ich legte ihr die Kette an und sie sprang auf und rannte zum Spiegel im Flur. Wow, der passt wirklich zu mir, kam sie zu mir zurück gerannt und küsste mich wild und heftig. Danke Liebster, das ist ein wunderbares Geschenk. Ich habe auch etwas für dich. Nicht so schnell meinte ich, da ist ja noch ein Päckchen für dich. Achso, dann zeig mal. Ich gab ihr das zweite Päckchen. Sie risst das Papier auf und ihre Augen wurden größer. Eilig machte sie den Karton auf und rief, eine Muschipumpe! Geil, die probieren wir gleich aus. Vorher habe ich aber noch ein kleines Geschenk für dich. Sie holte unter dem Weihnachtsgesteck auf dem Esstisch ein Paket hervor. Ich war gespannt. Ich entfernte das Papier vorsichtig und ...
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