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Schulden
Datum: 10.05.2026, Kategorien: Reif
Schulden „Letzte Woche habe ich Dich noch zu später Stunde aus Dr. Schindlers Hotelzimmer kommen sehen ... Du bist ja in Rekordzeit seine Assistentin geworden ... was ist da los zwischen Euch?" Diese Frage stellte mir mein Kollege Michael, als wir nach einem Lieferantenbesuch und einem späteren gemeinsamen Abendessen an die Hotelbar gegangen waren. Mir stockte der Atem, mir wurde heiß und kalt gleichzeitig, weil er dies mitbekommen hatte und nun von mir dazu etwas hören wollte. Panisch überlegte ich, ob mir auf die Schnelle eine plausible Geschichte einfallen würde, die seine Neugierde befriedigen würde, oder ob ich es mit der Wahrheit versuchen sollte. Meine Erfahrung war, dass Flunkereien meist unangenehme Dinge nur verschlimmern. Außerdem hatten die Schwierigkeiten, in die ich geraten war, auch mit Unehrlichkeit zu tun, wenn auch nicht meinerseits ... „Bestellst du uns zwei Whiskys?", fragte ich Michael, der mich verblüfft ansah. „Na klar ... scheint ja etwas Ernsteres zu sein ..." Als die beiden Whiskys vor uns standen, prosteten wir uns zu, dann legte ich los. „Das bleibt aber bitte nur unter uns, ja?" Michael nickte, dann fuhr ich vor. „Ich hatte vor einigen Wochen einen ziemlich unangenehmen Besuch, als ich abends von der Arbeit kam und vor meiner Wohnungstür stand. Kaum hatte ich die Haustür geöffnet, drängten sich zwei ziemlich muskulöse Typen mit in den Hausflur. „Es gibt etwas zu besprechen, Werteste ...", ließen sie mich hören und machten mir sofort ...
... klar, dass sie keinen Widerspruch dulden würden. „Ist wohl am besten, wir gehen in die Wohnung, damit es nicht jeder mitbekommt ..." Mir schlug das Herz bis zum Hals und ich zitterte wie Espenlaub, bekam kaum den Schlüssel ins Türschloss, dann waren wir in der Wohnung und auch gleich im Wohnzimmer, wo sie umgehend zur Sache kamen. „Schätzchen, dein Ex hat Schulden bei uns ... und er gibt sich nicht gerade viel Mühe, sie zurückzuzahlen ... wir haben da bereits etwas nachhelfen müssen ..." Einer der beiden zog ein Handy aus der Tasche und zeigte mir ein Foto von Uwe, meinem Ex. Ich schnappte nach Luft, er sah ziemlich ramponiert aus: blaues Auge, blutete aus der Nase, hatte geschwollene Lippen und blutete auch aus dem Mund. Mir lief es eiskalt den Rücken herunter. Was um Himmels willen wollen die jetzt von mir? „Vielleicht hört er ja auf dich ... Oder du könntest in Vorleistung gehen ... Immerhin muss er einen Fünfhunderter Zinsen zahlen ... pro Monat!" Kurz hatte ich überlegt, ob es Sinn machen würde, zu sagen, dass wir uns längst getrennt hatten und die gemeinsame Wohnung aufgelöst war, doch ich hatte schnell das Gefühl, dass bei diesen beiden nur „Cash" zählen würde, Argumente keinesfalls ... „Du bist doch eine ganz attraktive ...", fuhr einer der beiden fort und griff mir mit einem energischen Griff in den Schritt. Ich japste nach Luft wie ein an Land gezogener Fisch. „Du könntest auch ein wenig in unseren Clubs arbeiten und dabei richtig gutes Geld machen. Für ...