1. Die Verlobungsfeier


    Datum: 15.05.2026, Kategorien: Ehebruch

    ... Schwanz des Werkstattmeisters im Mund und bläst ihn wohl meisterhaft. Zu mindestens sag das sein Gesichtsausdruck. Dessen Freundin sitzt in einem der kleinen Sessel und bearbeitet ihre Muschi mit Hingabe.
    
    Als wir eintreten und das Bild sehen, muss ich Sahra festhalten, denn sie wird kreidebleich und wankt etwas. Sie lässt sich an mich ziehen und liegt an meiner Schulter. Mit einem dämlichen Grinsen schaut meine Frau zu uns, hat den Mund jetzt frei und meint, dass wir mitmachen können. Dann feuert sie Ralf an, seiner Verlobten zu zeigen, was für ein Hengst er ist.
    
    Sahra dreht sich zu mir.
    
    "Ich habe genug gesehen. Ich gehe."
    
    Sie hat sich sehr schnell gefangen. Wir verlassen Beide dem Raum, ich schließe die Tür und wir gehen zur Diele.
    
    So weit bin ich mit meinen Gedanken, als dann doch der Schlaf kommt.
    
    Morgens werde ich doch wirklich durch die Söhne von Bruno geweckt und zum Frühstück geholt. Erst nachdem ich mich gesättigt habe und noch eine Tasse Kaffee vor mir stehen habe, meint Brunos Frau, dass ich erzählen soll. Mein Bericht ist kurz und emotionslos. Man merkt, ich bin fertig damit. Dann sprechen wir noch kurz über die nächsten Tage. Den Kaffee ausgetrunken und schnell den Camper geholt. Ich räume meine Sachen ein, fahre noch mal Tanken und beginne, mir eine Liste mit notwendigen Aufgaben zu erstellen.
    
    Am Montag bin ich erst um 10 Uhr in ...
    ... der Firma, gehe kurz zum Chef und bin doch überrascht, als er mir einen Stuhl anbietet und fragt, ob ich nicht doch bleiben will. Fast hätte ich gelacht, so frage ich ihn nur, was ich hier soll.
    
    "Chef, soll ich mit Sterben helfen. Ich habe oft genug darauf hingewiesen, dass ohne eine Änderung des Verhaltens und der Entscheidungen ihres Sohnes die Firma bald pleite ist. Wenn das Geld der Ex-Verlobten nicht kommt und es sich nichts Grundlegendes ändert, gibt es keine Zukunft. Wie wollen sie der Drohung des Markenkonzerns begegnen. Es ist in Kürze vorbei."
    
    Er schaut mich an, nickt dann und reicht mir ein Schreiben weiter. Es ist erfreulicher weise ein Aufhebungsvertrag, den ich unterzeichne und bis auf ein Exemplar zurückreiche. Dann räume ich die wenigen persönlichen Sachen aus meiner Büro und verabschiede mich. Das Kapitel meines Lebens ist beendet. Nun noch das Arbeitsamt, die Post und meine Anwalt. Am Abend habe ich fast alles geschafft und brauche Morgen nur noch die Unterlagen fürs Arbeitsamt ausgefüllt zurückreichen und dann in den Urlaub.
    
    Am Mittwoch gegen 22 Uhr stelle ich den Bus nach fast vier Stunden Fahrt auf einem Parkplatz ab und schlafe das erste Mal in diesem neuen Zuhause. Es ist alles geregelt bzw eingeleitet und meine neue Verbindung zur alten Heimat klappt. Bruno und seine Frau halten mich auf dem Laufenden und sind meine Postadresse. 
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