1. Die Verlobungsfeier


    Datum: 15.05.2026, Kategorien: Ehebruch

    ... grinsen musste ich schon, wenn ich an das Stimmengewirr bei unserem Abgang dachte. Da ging gerade eine Firma den Bach runter und alle wussten es und auch warum.
    
    Zu Hause angekommen setzte ich fort, was ich bereits begonnen bzw geplant hatte. Einen Teil der Sachen, die ich mit in mein neues Leben nehmen wollte, hatte ich bereits verpackt und in den alten Campingbus gepackt, den ich mir heimlich gekauft hatte und der auf einen guten, nein sehr guten Freund zugelassen war.
    
    Ja, ich wollte spurlos verschwinden, zu mindestens für eine längere Zeit für meine Frau nicht erreichbar sein, wollte keine Diskussion über die Trennung und die Ursache für diese Trennung. Ich war nur froh, dass ich trotz des Widerstandes meiner Frau, trotz der Forderung nach Abbruch durch meine Frau, meine besten Freunde behalten hatte und sie, wenn auch viel zu selten, doch getroffen habe. So klappten ein paar Dinge schon in der Vorbereitung super.
    
    Der Kauf des Campingbusses, die Zulassung auf einen Anderen, die Abstellung in einer nicht mehr genutzte Scheune, nicht weit von dem Haus meiner Frau, all das wäre ohne gute Freunde nicht möglich gewesen. Die Trennung unserer Konten war für mich als Finanzfachmann eigentlich ein Leichtes und wurde durch das Desinteresse meiner Frau an solchen Dingen noch leichter. Jutta, meine Nochfrau, war viel zu sehr mit dem Geldausgeben und ihrem freien Leben beschäftigt, um sich so etwas Profanes zu kümmern.
    
    Und ich war meinem besten Freund heute mehr als dankbar, ...
    ... als er mir riet, das Erbe meiner Eltern nicht mit Jutta zu teilen, weder das Wissen noch das Materielle. Es war zwar nicht zum reich werden, aber davon konnte ich einige Zeit ohne Arbeitseinkommen leben. Dazu noch den Anteil an den ehelichen Spareinlagen. Wir verdienten beide gut, hatten kaum Ausgaben für das Haus, das meiner Frau gehörte und auch nicht für Kinder, da meine Frau schon früh plötzlich keine wollte.
    
    Und ich bin ehrlich, die erhöhten Ausgaben meiner Frau habe ich bei der Teilung berücksichtigt.
    
    Jetzt schnell noch die Waschsachen in meine Tasche und gezielt zwei große Koffer gepackt. Ich war gerade fertig, als mein Handy piepte und anzeigte, dass Bruno da war. Die Koffer und die beiden Taschen in den Wagen von Bruno, meinem Freund, geladen, noch mal ins Haus und meinen schon vorbereiteten Brief so im Wohnzimmer platziert, dass er auch sofort ins Auge fiel. Der leuchtend rote Briefumschlag tat sein übriges.
    
    Das Haus abgeschlossen und dann in den Wagen zu Bruno. Die Koffer und die eine Tasche brachten wir in den Bus und dann fuhren wir weiter zu Bruno, wo uns seine Frau begrüßte. Die beiden Kinder schliefen leider schon und Brunos Frau meinte leise zu ihrem Mann, dass sie uns was zu Essen in der Küche bereitgestellt hat und sich auf ein gemeinsames Frühstück freut. Sie brauche etwas Ruhe und geht schon mal ins Bett. Bruno nimmt sie in die Arme, küsst sie zart und fährt sanft streichelnd über ihren doch schon ganz schön gewölbten Bauch. Noch ein paar Monate ...
«1234...11»