1. Anastasia Serinskaya - Die Agentin Teil 1


    Datum: 19.05.2026, Kategorien: Romantisch

    ... schauen uns an und brechen in Lachen aus. Sam grinst auch.
    
    "Darin seid ihr euch jetzt einig", meint er lachend.
    
    "Sicherheitsleute sind überall gleich", antworte ich vergnügt. Dafür ernte ich einen belustigten Blick des Mannes vom Secret Service.
    
    "Was?", frage ich.
    
    "Bei uns sind die Frauen nicht so hübsch", antwortet er. Dabei wird er sogar etwas rot. Deshalb belasse ich es dabei und antworte nicht darauf.
    
    "Wir gehen also allein?"
    
    "Ja, du wolltest deine Ruhe haben."
    
    "Zu zweit macht es einfach mehr Spaß. Wie willst du mit dem Kajak einen wilden Fluss hinunterfahren und hast vier Sicherheitsleute hinter dir?"
    
    "Da muss ich ihr recht geben", meint der Sicherheitsmann.
    
    "Du hast, wie immer recht", grinst nun auch Sam. "Dann wollen wir mal!"
    
    "Von mir aus können wir los", antworte ich.
    
    "Machts gut, Leute!", ruft er den Sicherheitsleuten und dem Piloten zu. "Wir sehen uns dann weiter unten am See."
    
    Er winkt noch einmal schnell den anderen zu und legt seinen Arm um meine Taille. Dann will er losmarschieren.
    
    "Halt, mein Freund!", bremse ich ihn aus. "Jeder nimmt seinen Rucksack und sein Kajak."
    
    Etwas irritiert schaut er sich um. Er ist es offenbar gewohnt, dass man ihm seine Sachen hinterherträgt. Hier wird draus natürlich nichts!
    
    "Oh, sorry!"
    
    Es ist ihm sichtlich peinlich. Deshalb nimmt er hastig seine Sachen und macht sich auf zum Fluss. Ich nehme meinen Rucksack in aller Ruhe auf die Schultern und lass ihn etwas vorgehen.
    
    "Danke für ...
    ... das Vertrauen", sage ich zu den Sicherheitsleuten.
    
    "Es hätte eh keiner von uns mitkommen wollen. Wer stürzt sich schon freiwillig einen wilden Fluss hinab", grinst ihr Chef. "Mach´s gut und pass auf ihn auf."
    
    "Das mache ich. Versprochen!"
    
    Damit setze ich mich in Bewegung. Ich bin froh, endlich ein wenig Normalität und Ruhe zu haben. Seit ich meine Ausbildung begonnen habe, bin ich so gut wie ständig unter Beobachtung. Hier werde ich endlich abschalten können.
    
    Ich hole Sam ein, der am Ufer sein Kajak absetzt und sich etwas fragend nach mir umschaut.
    
    "Du hast das aber schon einmal gemacht?", frage ich.
    
    "Ja, aber es ist einige Zeit her."
    
    "Gut, dann bist du zumindest kein völliger Neuling."
    
    "Das nicht", lacht er.
    
    Auch ich setze mein Kajak ab und nehme die Karte zur Hand. Ich schaue sie mir an, studiere die Route und lege mir einen Plan zurecht.
    
    "Heute sollten wir mindestens bis hierher kommen", sage ich und zeige auf eine Stelle auf der Karte.
    
    "Das ist eine ganz schöne Strecke", meint er.
    
    "Wenn wir innerhalb der geplanten Woche ans Ziel kommen wollen, müssen wir uns ranhalten."
    
    "Ich dachte, es wäre Urlaub und kein Wettrennen."
    
    "Deine Leute haben die Strecke ausgesucht", halte ich dagegen.
    
    "Auch wieder wahr", grinst er.
    
    Inzwischen haben wir die Boote zu Wasser gelassen und steigen ein. Der Rucksack am Rücken ist etwas hinderlich, aber anders können wir unser Gepäck nicht mitnehmen.
    
    "Bist du soweit?", rufe ich Sam zu.
    
    "So bereit, ...
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